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Verkehr drängte wieder in die Nidwaldner Dörfer

Auf der A2 stauten sich in Nidwalden die Autos am Sonntagnachmittag immer mehr. Viele Lenker versuchten es über die Kantonsstrasse.
Martin Uebelhart
Der Stau bewog viele Lenker, die Autobahn A2 zu verlassen – wie hier beim Anschluss Stans Süd. (Bild: Manuela Jans-Koch, 11. August 2019)

Der Stau bewog viele Lenker, die Autobahn A2 zu verlassen – wie hier beim Anschluss Stans Süd. (Bild: Manuela Jans-Koch, 11. August 2019)

Bei Redaktionsschluss am Sonntagabend war die Verkehrslage auf der A2 vor dem Lopper auf dem Weg zur Normalität. Nach Angaben der Verkehrsinfo von SRF herrschte im Baustellenbereich stockender Kolonnenverkehr. Früher am Abend musste zwischen Buochs und Luzern mit einem Zeitverlust von 50 Minuten gerechnet werden. Mitte Nachmittag war der Verkehr auf der A2 dichter geworden. In mehreren Kantonen sind die Schulferien zu Ende gegangen, und auch zahlreiche Automobilisten aus dem europäischen Ausland waren unterwegs. Hinzu kam reger Ausflugsverkehr wegen des schönen Wetters.

Um 19 Uhr reichte der Stau vom Nadelöhr mit der Baustelle am Lopper bis nach Buochs zurück, die Verkehrsbehinderungen setzten sich in der Folge bis in den Raum Luzern fort. Betroffen vom Stau war auch die A8. Dort staute sich der Verkehr ab Alpnach. Bereits zuvor hatte der stockende Kolonnenverkehr auf der A2, der auch immer wieder kurz zum Stillstand kam, mehr und mehr Automobilisten bewogen, die Autobahn zu verlassen. Trotz gegenteiliger Empfehlung, welche die Polizei über die Verkehrsmeldungen im Radio verbreiten liess. Das führte etwa in Stans zu stockendem Kolonnenverkehr auf der Buochser- und der Robert-Durrer-Strasse. Und auch Richtung Hergiswil staute sich der Verkehr auf der Kantonsstrasse sowohl von Stansstad her wie auch entlang des Alpnachersees.

Dosierstellen und Wechselsignale

Auf dieses Wochenende hin hatte der Kanton aufgerüstet und sich Hinweisschilder für die Ausfahrten und Dosieranlagen besorgt. «Vor jeder Ausfahrt Richtung Nord haben wir über Wechseltextanzeigen darauf hingewiesen, die Autobahn nicht zu verlassen», sagte der Nidwaldner Polizeikommandant Jürg von Gunten am Sonntagabend auf Anfrage.

Ebenfalls stellte die Nidwaldner Polizei bei den Ausfahrten in Richtung Luzern Ampelanlagen zur Dosierung des Verkehrs auf. «So konnten wir die Autos in Paketen auf die Kantonsstrasse leiten», hielt von Gunten fest. Normalerweise werde für solche Dosierstellen erst über eine gewisse Zeit das Verkehrsaufkommen ermittelt. «Diese Möglichkeit hatten wir hier nicht», sagte er. Man habe sich daher mit einer Grundeinstellung beholfen und dann die Anlagen stündlich nachjustiert: «Die Grün- und Rotphasen lassen sich auf die Sekunde genau definieren.» Die Dosierstellen hätten sich bewährt, betonte er.

Dosierstelle bei der A2-Ausfahrt Stans-Süd. (Bild: Manuela Jans-Koch, 11. August 2019)

Dosierstelle bei der A2-Ausfahrt Stans-Süd. (Bild: Manuela Jans-Koch, 11. August 2019)

Das sei etwas Kaffeesatzlesen, meinte Jürg von Gunten auf die Frage, weshalb trotz Empfehlung nach wie vor Automobilisten es vorzögen, auf das kantonale Strassennetz auszuweichen. Es gebe wohl jene, die sich bewusst anders als die Masse verhalten wollten, andere hätten vielleicht Kenntnisse der Gegend. Und möglicherweise habe auch ein Polizeieinsatz am frühen Abend wegen eines Auffahrunfalls mit Blechschaden bei Stansstad den einen oder andern dazu bewogen, von der A2 abzufahren, mutmasste der Polizeikommandant.

Verkehrszahlen werden analysiert

«Im Grossen und Ganzen bin ich zufrieden, dass es besser gelaufen ist als am vergangenen Wochenende», so von Gunten. Allerdings könne er noch nicht sagen, wie gross der Anteil der zusätzlichen Massnahmen daran ist. «Dazu müssen wir zusammen mit dem Bundesamt für Strassen zu Wochenbeginn erst die Gesamtverkehrszahlen analysieren.»

Am vorangegangenen Sonntag hatte der Ausweichverkehr von der Autobahn zu zähflüssigem, teilweise stehendem Kolonnenverkehr durch die Dörfer geführt. Zwischen Buochs und Hergiswil kam man auf der Kantonsstrasse praktisch nicht mehr vorwärts. Daraufhin waren Rufe nach zusätzlichen Massnahmen laut geworden, um die Dörfer zu entlasten.

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