Der Verkehr in Oberdorf wird sicherer

Einer der meist befahrenen Strassenabschnitte in Nidwalden wird für 3,6 Millionen Franken umgestaltet. Beim motorisierten Verkehr kommt es zu Einschränkungen.

Philipp Unterschütz
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In Oberdorf haben die Arbeiten für die Werkleitungen und Entwässerungsanlagen begonnen.

In Oberdorf haben die Arbeiten für die Werkleitungen und Entwässerungsanlagen begonnen.

Bild: PD

Es ist zwar ein «nur» rund 400 Meter langer Strassenabschnitt bei Oberdorf zwischen dem Kreisel Wil und Ho­stettli. Aber er gehört zur Verbindung aus dem Engelbergertal zum A2-Anschluss Stans Süd und damit zu den meist befahrenen Strassen im Kanton Nidwalden. Der Kanton will in Oberdorf mit verschiedenen baulichen Massnahmen eine Verkehrsberuhigung erzielen und die Verkehrssicherheit für die Velofahrer erhöhen. Zudem werden die Einfahrten aus der Schulhausstrasse sowie von der künftigen Wertstoffsammelstelle von Oberdorf und der Einstellhalle des Ersatzbaus Süd bei der Kaserne verbessert.

Dass es auf dem Abschnitt Verbesserungen braucht, war auch im Landrat unbestritten. Er sprach im Oktober 2018 einen Kredit von 3,6 Millionen Franken für eine Strassenraum-Umgestaltung.

Erfolgreicher Start der Bauarbeiten

Der Baustopp wegen der Coronakrise auf einer anderen Baustelle ermöglichte dem beauftragten Bauunternehmen nach den Osterferien, und damit zwei Wochen früher als geplant, mit den Abbrucharbeiten ab der Erschliessung Ersatzbau Süd in Richtung Norden zum Kreisel zu starten. Diese Arbeiten sind mittlerweile grösstenteils schon abgeschlossen. Nun stehen die Werkleitungs- und Entwässerungsarbeiten an, welche bis in die heutige Fahrbahn reichen.

In einer ersten Etappe bis August 2020 wird im Rahmen der Strassenraum-Umgestaltung der Abschnitt zwischen Schulhausstrasse und Kreisel Will fertiggestellt. Die weiteren Etappen und der Deckbelag sollten voraussichtlich spätestens bis Ende April 2021 abgeschlossen sein.

Grössere Umleitung für Verkehr nach Engelberg

Die Bauarbeiten sind so weit fortgeschritten, dass sie ab heute auch für die Verkehrsteilnehmer deutlich spürbar sind. Der Verkehr auf der Kantonsstrasse muss im Einbahnregime geführt werden. Aus Richtung Engelberg in Richtung Stans bleibt er auf der Kantonsstrasse. Wer von Stans her Richtung Engelberg fahren will, wird vom Kreisel Wil über die Wilstrasse und dann über die Engelbergstrasse umgeleitet. «Das Einbahnregime ist nötig, um Platz zu schaffen, damit die Arbeiten für den Abschnitt von der Schulhausstrasse bis zum Kreisel Wil speditiv erledigt werden können», erklärt Kantonsingenieurin Stephanie von Samson.

Der Verkehr auf der Kantonsstrasse muss im Einbahnregime geführt werden.

Der Verkehr auf der Kantonsstrasse muss im Einbahnregime geführt werden.

Bild: PD

Die Velofahrer müssen vorübergehend die Alpenstrasse benutzen. Die Fussgänger können weiterhin auf dem bestehenden westseitigen Trottoir gehen. Die Bushaltestelle Kaserne wird an die Schulhausstrasse verlegt.

Damit die anschliessenden Bauphasen beim Einmünder Schulhausstrasse bis zum Projektende Hostettli in zwei weiteren Etappen umgesetzt werden können, soll das Einbahnregime vom Knoten Wydacher bis zum Kreisel Wil während der ganzen Bauzeit aufrechterhalten werden. Der genaue Zeitpunkt zur Aufhebung des Einbahnregimes ist noch offen, wobei die Möglichkeit besteht, dass die Hauptarbeiten bis Ende Jahr bereits abgeschlossen werden können.

Wegen der Coronapandemie hat es auch auf der Strecke Engelberg-Stans wesentlich weniger Verkehr, was dem erwarteten Verkehrsablauf mit der Umleitung zugutekommen könnte. «Wir möchten natürlich davon profitieren können und hoffen, dass auch die Bauarbeiten schneller vorankommen als geplant», sagt Kantonsingenieurin Stephanie von Samson.