Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

VERKEHRSAUFKOMMEN: In der Nähe der Autobahn ist’s eng

Die grösste Verkehrsbelastung verzeichnet der Kanton Nidwalden im Bereich Länderpark. Dank neuer Zählstellen verfügt das Amt für Mobilität über wesentlich bessere Daten und Informationen zum Verkehr.
Die am meisten befahrene Kantonsstrasse in Nidwalden ist die Stansstaderstrasse beim Länderpark. (Bild: Corinne Glanzmann (Stans, 22. März 2017))

Die am meisten befahrene Kantonsstrasse in Nidwalden ist die Stansstaderstrasse beim Länderpark. (Bild: Corinne Glanzmann (Stans, 22. März 2017))

Im Mai und Juni 2016 fanden in Nidwalden an über 60 Stellen temporäre Verkehrserhebungen statt. Zudem nahm der Kanton im Sommer 2016 drei Dauerzählstellen in Betrieb (siehe Kasten). Die detaillierten Ergebnisse, die nun vorliegen, bringen laut Markus Dietermann vom Amt für Mobilität zwar keine Überraschungen, «aber wir verfügen über eine viel bessere Datenqualität und mehr Informationen». Die Daten seien nützlich für eine Vielzahl von Projekten, wie die langfristige strategische Verkehrsplanung, Bauvorhaben in der Nähe von Kantonsstrassen oder bei Lärmschutzfragen. «Wir dürfen auch feststellen, dass es auf den Nidwaldner Kantonsstrassen keine kritischen Punkte gibt, die unmittelbare Massnahmen verlangen.»

Besonders interessant seien aber beispielsweise die erstmals vorliegenden Daten der Seestrasse in Hergiswil, die belegen, wie oft es dort zu Überlastungssituationen kommt und wie diese mit der Situation auf der Autobahn zusammenhängen. «Diese Daten sind in einen Bericht mit Studien geflossen, den wir im Februar
ans Bundesamt für Strassen geschickt haben. Das Verkehrssystem um die A2 im Bereich Lopper ist am Anschlag», sagt Markus Dietermann.

Viel Verkehr beim Länderpark

Am meisten Verkehr auf Nidwaldner Kantonsstrassen hat es auf der Stansstaderstrasse südlich des Kreisels Länderpark in Stans mit durchschnittlich 16 200 Motorfahrzeugen am Tag (Summe in beide Richtungen). Es folgen die Riedenstrasse in Oberdorf mit 11 900 Fahrzeugen und die Kantonsstrasse in Oberdorf nördlich des Abzweigers Büren mit 11 200 Fahrzeugen. Auf Höhe der Engelbergstrasse 13 in Dallenwil sind es 10 200 Fahrzeuge pro Tag und in Oberdorf am südlichen Siedlungsrand an der Kantonsstrasse 9600. Bei den Zählstellen auf der Autobahn A2 wurden im ersten Halbjahr 2016 durch das Bundesamt für Strassen (Astra) bei Ennethorw über 60 000 Fahrzeuge registriert, bei Stansstad waren es 41 600, bei Alpnachstad (A8) 26 100 und im Seelisbergtunnel noch 18 600.

Am kritischsten in Nidwalden seien denn auch die Knotenpunkte im Bereich der A2-Anschlüsse beim Länderpark oder Stans Süd, erklärt Markus Dietermann. «Diese muss man bezüglich Sicherheit im Auge behalten.»

Kirchenwaldtunnel bringt immer noch Entlastung

Bereits 2010 waren temporäre Verkehrserhebungen in Nidwalden gemacht worden. Dadurch sind auch Vergleiche mit den neuen Ergebnissen möglich. Die grösste Verkehrszunahme gab es demnach in Stans auf der Bitzistrasse und der Ein- und Ausfahrt Oberstmühle beim Autobahnanschluss Stans Nord.

Es gibt jedoch auch Kantonsstrassen, auf denen der Verkehr 2016 im Vergleich zu 2010 abgenommen hat, so zum Beispiel in Wolfenschiessen (–21 Prozent), der Stanserstrasse 35 in Stansstad (–14 Prozent) und der Kernserstrasse in Ennetmoos (–12 Prozent). «Zwar müssen die Gründe noch genau analysiert werden. Aber im Fall von Ennetmoos nehmen wir an, dass die Reduktion den anhaltenden, positiven Effekt des Kirchenwaldtunnels zeigt. Man fährt eher über die Autobahn anstatt über Ennetmoos nach Kerns oder allgemein nach Obwalden», meint Markus Dietermann.

So wird der Verkehr gezählt

Verkehrserhebung Der Kanton Nidwalden hat 2016 erstmals an drei wichtigen Stellen permanente Zählstellen eingerichtet, um ganzjährig Verkehrsdaten erheben und auswerten zu können. Die Erhebungsmethodik entspricht dem vom Bundesamt für Strassen (Astra) verwendeten Standard, bei welchem der motorisierte Verkehr in zehn Kategorien vom Motorrad bis zum Sattelzug erfasst wird. Seit Sommer 2016 sind die Zählstellen an der Kantonsstrasse in Hergiswil (Seestrasse beim Gemeindehaus), an der Stansstaderstrasse südlich des Länderparkkreisels und an der Buochserstrasse beim Mettenweg in Betrieb. Bei den permanenten Zählstellen werden Zeitpunkt, Fahrtrichtung, Fahrzeugtyp und gefahrene Geschwindigkeit (für Staus) mit in der Strasse eingebaute Zählschlaufen erhoben. Rückschlüsse auf Kennzeichen, Fahrer oder Fahrzeugmarke sind technisch nicht möglich. Im Frühjahr 2017 werden weitere Zählstellen in Stans (Engelbergerstrasse) und in Oberdorf (Riedenstrasse/Zivilschutzanlage) installiert. Seit vergangenem Sommer wurden für die fünf Zählstellen und die temporären Zählungen 250 000 Franken investiert. Die Zählstandorte ergänzen die bereits bestehenden Astra-Zählstellen in Stansstad auf der A2 und in Dallenwil. (pd)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.