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Verkehrsplanung im Grossraum Kreuzstrasse in Stans soll zügig angegangen werden

Der Landrat hat einen Vorstoss, wonach der Kanton die Verkehrsplanung rund um die Kreuzstrasse in Stans schnell an die Hand nehmen soll, am Mittwoch grossmehrheitlich als dringlich erklärt. Hinter dem Anliegen stehen vier Kantonsparlamentarier aus Oberdorf.
Oliver Mattmann
Viel Verkehr gibt es immer wieder zwischen Engelberg und Stans, wenn sich die Touristen auf dem Rückweg befinden. (Bild: Dominik Wunderli)

Viel Verkehr gibt es immer wieder zwischen Engelberg und Stans, wenn sich die Touristen auf dem Rückweg befinden. (Bild: Dominik Wunderli)

Die Weiterentwicklung des Areals an der Kreuzstrasse, auf dem heute etwa das Verkehrssicherheitszentrum, die Kantonspolizei, das Strasseninspektorat oder das Gefängnis angesiedelt sind, ist für den Kanton wichtig. Der Landrat hat für die Testplanung im Dezember 2018 einen Kredit von knapp 700'000 Franken gesprochen.

Da die Tourismusströme in Richtung Engelberg in Zukunft eher wachsend als abnehmend sein dürften und weitere Gewerbebauten im Gebiet rund um den A2-Anschluss Stans Süd angedacht sind, dürfte der Verkehr im Grossraum Kreuzstrasse und die entsprechenden Äste weiter zunehmen. Diese Aussicht hatte vier Landräte aus der Gemeinde Oberdorf veranlasst, einen Vorstoss zu lancieren, damit sich der Kanton parallel zur baulichen Entwicklung auch frühzeitig der voraussichtlichen Verschärfung der Verkehrsproblematik annimmt.

«Eine Verkehrsplanung in dieser Dimension kann gut und gerne 10 bis 15 Jahren dauern», begründete Erstunterzeichner Christoph Baumgartner (CVP, Oberdorf) gestern im Landrat die Motion. «Dieser lange Horizont zeigt, dass man diese nicht genug schnell anpacken kann», zumal weitere Bauprojekte in der Pipeline seien, die weiteren Einfluss auf den Verkehrsknoten haben werden.

Unterstützung erhielt das Anliegen von der SVP. Bei regem Rückreiseverkehr aus Richtung Engelberg habe man an einem Sonntagabend gut und gerne 60 statt 10 Minuten mit dem Auto nach Stans, sagte Urs Zumbühl (SVP, Wolfenschiessen) aus eigener Erfahrung. Die stosse der Talbevölkerung hin und wieder sauer auf. «Der Zeitpunkt, den Verkehr genau anzuschauen, könnte nicht besser sein.» Mitunterzeichner Joseph Niederberger (CVP, Oberdorf), der seinen Arbeitsplatz an der im Gebiet befindlichen Riedenmatt hat, fügte an: «Wir müssen eine vernünftige Planung nun angehen, sonst riskieren wir, dass der Verkehr irgendwann kollabiert.» Man wolle jetzt wichtige Pflöcke einschlagen und nicht im Nachhinein reagieren müssen.

Uneinigkeit, ob die Motion als dringlich erklärt werden soll, herrschte bei den Grünen/SP. Thomas Wallimann (Grüne, Ennetmoos) erwähnte, es gäbe ja heute schon Massnahmen, um den Verkehr zu dosieren, die kleinstmögliche Mehrheit seiner Fraktion sei der Ansicht, die Forderung sei zum jetzigen Zeitpunkt übertrieben. Baudirektor Josef Niederberger indes wehrte sich nicht gegen die Dringlichkeit des Anliegens. Diese wurde mit 51 zu 4 Stimmen auch deutlich beschlossen. Der Regierungsrat hat nun zwei Monate Zeit, seine Stellungnahme dazu abzugeben.

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