VERMISSTENSUCHE: Nun kommt Unterwasserkamera zum Einsatz

Nach wie vor sind die am Gerlibach verschwundenen Kinder nicht gefunden worden. Die Polizei setzt nun ihre Hoffnungen auf Unterwasserkameraufnahmen.

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Poseidon-Mitglieder bereiten auf der Kon-Tiki die Unterwasserkamera vor – hier bei der Suche nach einem Autowrack im März 2007. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Poseidon-Mitglieder bereiten auf der Kon-Tiki die Unterwasserkamera vor – hier bei der Suche nach einem Autowrack im März 2007. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Die Tauchsportgruppe Poseidon Luzern begann am (heutigen) Montagvormittag mit ihrem Bergungsschiff Kon-Tiki den Seegrund mit einer Unterwasserkamera nach den vermissten Kindern abzusuchen. Die Unterwassersuche findet im Bereich der Einmündung der Engelberger Aa statt und umfasst eine Fläche von rund 400x400 Metern. Es wird in Tiefen von bis zu 90 Metern gesucht. Bis zum jetzigen Zeitpunkt verlief die Suche ergebnislos. Der Einsatz wird voraus-sichtlich noch bis in die späten Abendstunden fortgesetzt.

Wegen der Sedimentablagerungen der Engelberger Aa wird die Einmündung in den Vierwaldstättersee in regelmässigen Abständen ausgebaggert. Ab nächstem Mittwoch, 5. August, müssen diese Arbeiten wieder aufgenommen werden. Da es nicht auszuschliessen ist, dass die Kinder durch Sand, Geröll und Kies im Deltabereich verschüttet worden sind, wird die Kantonspolizei den Aushub überprüfen, wie es in einem Communiqué heisst.

Das elfjährige Mädchen und der sechs Monate alte Knabe werden seit dem Abend des 17. Juli vermisst. Sie wurden vermutlich vom hochgehenden Gerlibach bei Wolfenschiessen mitgerissen, kurz bevor dieser in die Engelberger Aa mündet.

scd/ap