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Viehtriebweg: Ein Fall für die Nidwaldner Justiz

Dass es Alperschliessungen bei Umweltverbänden oft schwer haben, ist bekannt. Doch die Alpgenossenschaft Bannalp baute keine Alpstrasse, sondern einen 2,4 Kilometer langen Viehtriebweg vom Schindlenboden zur Bannalp. Der alte Viehtriebweg befand sich in einem erbärmlichen Zustand, berichtete der damalige 1. Bannwart Paul Zumbühl vor drei Jahren.

Inzwischen ist der fertig erstellte Weg ein Fall für die Justiz. Kaum war Viktor Lussi vor einem Jahr als 1. Bannwart gewählt, erhielt er einen Strafbefehl der Nidwaldner Justiz. Darin wurde der Alpgenossenschaft verboten, den Viehtriebweg zu benutzen. Mit einer Ausnahmebewilligung wurde ihnen der Auftrieb dann doch noch gestattet.

Der Weg weist die in der Baubewilligung verlangte Maximalbreite von 1,4 Metern auf. Streitpunkt ist das Bankett, das eigentliche Fundament, welches breiter als der Weg ist, was laut Lussi normal ist. Die Baubewilligung verlangte die Verwendung des vorhandenen Materials. Dies wurde beim Bau auch berücksichtigt. Doch wie es scheint, ist das Bankett zu wenig mit Humus überdeckt. Humus sei in diesem Gebiet eine Rarität. «Im Moment wissen wir nicht, wie es weiter geht», sagte Viktor Lussi. Zur Klärung wünscht er sich eine Begehung mit allen Beteiligten.

Für Auftrieb sind 2 Meter notwendig

Für den Viehtrieb von Mutterkühen, Kälbern und Jungtieren und den notwendigen Mithelfern sei eine Einzäunung von mindestens zwei Metern notwendig, meinten die Bannwarte. Sie sicherten jedoch zu: «Wir wollen den Weg auch nie befahren.» Laut Regierungsrat Ueli Amstad, der sich an der Versammlung äusserte, handelt es sich um ein nicht abgeschlossenes Verfahren. In seiner Stellungnahme verwies der Landwirtschafts- und Umweltdirektor auf den Druck der Umweltverbände, und dass auch der Kanton nur nach dem Gesetz arbeiten könne. Und doch liess Amstad durchblicken: «Es wurden Fehler gemacht.» (R.G.)

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