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Viehweg in Wolfenschiessen war breiter als erlaubt - nun wird er zurückgebaut

Zwischen 200 und 350 Stück Vieh nutzen den Weg vom Rämsern- auf den Schindlerboden in Oberrickenbach. Der Weg dorthin wurde zu breit ausgebaut.
Matthias Piazza
Kühe auf einer Alp. (Bild Markus von Rotz)

Kühe auf einer Alp. (Bild Markus von Rotz)

«Es ist für mich als Bergbauer und langjähriger Inhaber eines Mutterkuhhaltungs-Betriebs völlig unerklärlich, warum ein bürgerlich gesinnter Regierungsrat nur auf Druck grüner Fundamentalisten einen solchen Unsinn erlassen kann», verschaffte sich Toni Waser aus Oberrickenbach in einem Leserbrief gegenüber unserer Zeitung seinem Ärger Luft. Es geht um einen rund eineinhalb Kilometer langen Viehtriebweg vom Rämsern- auf den Schindlenboden in Oberrickenbach. Zwischen 200 und 350 Stück Vieh werden über diesen Weg auf die Alpen ob Bannalp getrieben. Die Bauern haben den Weg auf rund zweieinhalb Meter verbreitert – und wurden von der Regierung beziehungsweise der Gemeinde als zuständige Behörde für Bauten ausserhalb der Bauzone zurückgepfiffen. Er muss nun auf rund 1,4 Meter verschmälert werden.

Für Anton Waser unverständlich. «Dieser Viehtriebweg durchquert einen zum grossen Teil steilen, abschüssigen Querhang, der mit Mutterkühen mit ihren Kälbern begangen werden muss», schreibt er weiter. Er müsse also eingezäunt werden, ansonsten die Vieherden, wie vor dem Bau des Weges, über das Weideland der Alp Schindlenboden liefen und das Alpenland beschädigen würden. Doch sei es unmöglich, einen so schmalen Weg einzuzäunen, ansonsten würden Leib und Leben von Mensch und Tier aufs Spiel gesetzt. «Ein Viehtriebweg in diesem Gelände muss aufgrund meiner Erfahrung eine Spurbreite von mindestens zwei Metern haben.»

1,4 Meter seien absolut ausreichend

Der Wolfenschiesser Gemeindepräsident Wendel Odermatt widerspricht. «Ein Viehtriebweg mit der gesetzlich vorgeschriebenen Höchstbreite von 1,4 Metern ist absolut ausreichend», meint er mit Verweis auf den Niederbauen und weitere Alpen, wo der Viehtrieb problemlos funktioniere. «Es steht ausser Frage, das Gesetz durchzusetzen und darum zu verfügen ist, den Weg zurückzubauen.» Dies passiert nun in den nächsten Wochen und Monaten, wie Paul Odermatt, Präsident der Nidwaldner Gemeinalpen, auf Anfrage bestätigt. Da der Bund für Viehtriebwege, je nach Gelände und Situation, eine Breite von 1,5 bis 2,4 Metern vorsieht, ist das bewilligte Projekt von 1,4 Metern Breite in keiner Art ideal. Die Konflikte zwischen Älplern und Behörden seien aber beigelegt. «Mit dem Kanton und der Gemeinde haben wir eine Lösung gefunden, den Weg so zurückzubauen, dass er für unser Vieh zwar nicht optimal, aber trotzdem noch benutzbar ist und die gesetzlich vorgeschriebene Breite nicht überschreitet.»

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