Vielseitige Geburtstagsparty der Feldmusik Beckenried begeistert 

Mit einem musikalischen Feuerwerk feierte die Feldmusik Beckenried ihr 130-Jahr-Jubiläum. Dabei konnten auch zwei 60-Jahr-Mitgliedschaften geehrt werden.

Flavia Niederberger
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Die Feldmusik Beckenried feiert unter der Leitung von Dirigent Heini Iten ihre Geburtstagsparty zum 130-Jahr-Jubiläum. (Bild: Flavia Niderberger, Beckenried, 18. Mai 2019)

Die Feldmusik Beckenried feiert unter der Leitung von Dirigent Heini Iten ihre Geburtstagsparty zum 130-Jahr-Jubiläum. (Bild: Flavia Niderberger, Beckenried, 18. Mai 2019)

130 Jahre – für die Musik selbst spiele dies nicht so eine Rolle, so Dirigent Heini Iten. «Man merkt es den Musikanten nicht an, da sie ja nicht so alt sind.» Für Heini Iten macht die Feldmusik Beckenried aus, dass sie offen für Neues aber auch für Traditionelles ist. Es sei ein vielseitiger Verein. Dies durfte das Publikum am Samstagabend im abwechslungsreichen Konzert erleben.

Fröhlich begann es mit dem «Geburtstagsmarsch». Die Partystimmung ging weiter mit der «Feuerfest Polka» von Josef Strauss. Glockenhell hörte man den Schmied Timo Scheuber am echten Amboss heraus, bis er einmal den Einsatz verschlief. «He!», ertönte der Ausruf des Dirigenten und schon ging es zackig weiter. Im gefüllten Saal im alten Schützenhaus in Beckenried erklang Gelächter und Szenenapplaus. In «Rossini’s Birthday Party» wurde die bekannte Geburtstagsmelodie umrandet von bekannten Melodien verschiedener Komponisten.

Der Abend lebte von verschiedenen Kleinformationen. Die erste brachte den «Böhmischen Geburtstagsgruss» leichtfüssig und im schönen Zusammenspiel. Die rockige Interpretation von «Birthday» von Lennon/McCartney sorgte für Schmunzeln im Publikum. In «Trommelfeuer» begeisterte das Schlagzeugsolo von Timo Scheuber.

Nach der Pause ging es einheimisch weiter. Das Stück «Chund e luschtige Muisigkant» vom Beckenrieder Komponisten Walter Käslin brachte fröhliche Stimmung. Den witzigen Mundarttext sang Gerhard Baumgartner.

Auf 60 Jahre wird Bier geext

Einen weiteren Höhepunkt boten die Ehrungen durch Präsidentin Christine Feldmann. Speziell gefeiert wurde das 60-Jahr-Jubiläum der Ehrenmitglieder Edwin Amstad und Josef Gander. Sie bekamen je einen Becher Bier, den Amstad unter Trommelwirbel direkt auf ex trank. Bilder aus der Vereinstätigkeit der Jubilare und deren witzige Kommentare erzeugten viel Gelächter im Saal.

Josef Gander (links) und Edwin Amstad (rechts) trinken auf ihre 60-Jahr-Ehrung. (Bild: Flavia Niderberger, Beckenried, 18. Mai 2019)

Josef Gander (links) und Edwin Amstad (rechts) trinken auf ihre 60-Jahr-Ehrung. (Bild: Flavia Niderberger, Beckenried, 18. Mai 2019)

Musikalisch ging es weiter mit dem Stück «Erinnerung an Bahnhof Fonsi». Zu Gast war dafür die Kapelle Kurt Murer aus Buochs. Es folgte ein festlicher Wechsel zwischen der Formation und der Feldmusik, die in solch begeistertem Applaus endete, dass nochmals ein Teil gespielt wurde. Im Stück «An der schönen blauen Donau» zeigte die Feldmusik erneut ihre Vielseitigkeit. Für das Geburtstagskind wird gewöhnlich gesungen. So kam auch das Publikum an diesem Abend zum Einsatz, bevor die Musiker das Stück «Zum Geburtstag» spielten. Für «A Tribute To Dixie» spaltete sich erneut eine Kleinformation von den Musikanten ab. Im Wechsel spielten sich Dixieband und Feldmusik den fröhlichen Rhythmus zu und begeisterten das Publikum. Ausgelassen war die Stimmung an dieser ungewöhnlichen Geburtstagsparty. Die Feldmusik Beckenried überzeugte mit musikalischer Vielseitigkeit und Charme.