VOLKSZÄHLUNG: Viele Adressen müssen geändert werden

Für die Volkszählung 2010 müssen viele Hausnamen oder Strassennummern umgeschrieben werden. Die Vorarbeit in den Gemeinden läuft auf Hochtouren.

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Auch Strassenkarten müssen neu gedruckt werden. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Auch Strassenkarten müssen neu gedruckt werden. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Die elektronische Volkszählung 2010 rückt näher. So viel steht bereits fest: Hunderte von Einwohnern Ob- und Nidwaldens werden deswegen eine neue Strassenbezeichnung und/oder Hausnummer erhalten.

Hanspeter Schüpfer, Direktionssekretär der Nidwaldner Volkswirtschaftsdirektion sagt, dass der Bund die Kantone für die elektronische Volkszählung 2010 verpflichte, Flur- und Hausbezeichnungen so anzupassen, dass jedem Bewohner einer Gemeinde eindeutig ein Wohnsitz zugeordnet werden kann. Für das so genannte eidgenössische Gebäude- und Wohnungsregister (GWR) sind dazu exakte Merkmale zu Gebäuden und Wohnungen wie beispielsweise Adresse, Baujahr, Wohnfläche, Zahl der Zimmer und Beheizung zu liefern.

Hinter dieser abstrakten Vorgabe des Bundes steckt für den Kanton eine aufwändige Koordinationsaufgabe und für die Gemeinden Knochenarbeit: Der heute mit Informatikmitteln geführte GWR muss in allen Gemeinden der Schweiz einheitlich geführt werden, sodass die Computerdaten bis auf Bundesebene vernetzt nutzbar sind.

In Nidwalden bleiben die alten Flurnamen – noch
Der Kanton, so Schüpfer, koordiniere die Arbeit der Gemeinden. Die elektronische Plattform dazu hat das Informatikleistungszentrum Obwalden/Nidwalden aufgebaut. Das Projekt der Registerharmonisierung, das die Zeitspanne 2006 bis 2010 umfasst, kostet die Kantone Ob- und Nidwalden insgesamt 790'000 Franken.

In Nidwalden, wo die Flurnamenbereinigung aufgrund von Protesten aus Gemeinden vorläufig gestoppt worden ist, werden für die Registerharmonisierung die alten Bezeichnungen benutzt.

Urs Rüttimann

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Nidwaldner Zeitung.