Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vor zehn Jahren: 500 gegen Atom-Endlager

In unserer Rubrik «Weisch nu» blicken wir zurück auf Proteste gegen die Nagra-Pläne in Nidwalden oder die neuen Lifte für die Gäste des Hotels Terrace in Engelberg.
Matthias Piazza
Oben: Die Leute demonstrierten vor der Stanser Mehrzweckhalle Turmatt und betraten diese nicht. (Bild: Philipp Schmidli)

Oben: Die Leute demonstrierten vor der Stanser Mehrzweckhalle Turmatt und betraten diese nicht. (Bild: Philipp Schmidli)

In Scharen kommen die Nidwaldner am 3. Dezember zur Stanser Turmatt-Mehrzweckhalle. Nicht, weil sie sich für Prospekte oder Broschüren der Nagra (Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle) interessieren. Sie kommen, um mit Plakaten («Wir werden es nie wollen»), Trinkeln und Fackeln den Unmut dagegen kundzutun, dass der Wellenberg wieder für ein Atom-Endlager im Gespräch ist. Kurz vor Beginn der Veranstaltung sind um die 500 Personen draussen, drinnen verlieren sich zwei Dutzend Personen auf über 700 bereitgestellten Stühlen. Zu Beginn sind es dann knapp 70.

Nicht mehr das Bähnli aus dem Jahre 1906, sondern zwei Lifte bringen die Gäste neu zum Hotel Terrace in Engelberg hinauf. Beim knallroten Eingangsportal geht’s zuerst etwa 80 Meter in den Berg hinein. Wer den Tunnel durchschreitet, wird abwechselnd von einem strahlend hellen bis mystisch gedämpften Licht begleitet. Ein erster Lift fährt 36 Meter hinauf. Nach einem zweiten Tunnel von 20 Metern Länge führt ein weiterer Lift 13 Meter in die Höhe. Das Rot gefällt nicht allen, auch wünschen sich einige das historische Bähnli zurück.

Die Eingangspforte zum Lift, der zum Hotel Terrace hinaufführt. (Bild: Matthias Piazza)

Die Eingangspforte zum Lift, der zum Hotel Terrace hinaufführt. (Bild: Matthias Piazza)

Den im Umbau befindenden Stanser Länderpark erreichen die Autofahrer nun über einen weiteren Kreisel, der nun in der Rohfassung fertig ist. Dank der Verbindungsstrasse auf der Westseite des Einkaufszentrums ist es möglich, direkt von der Autobahn kommend den Länderpark anzusteuern.

Auch an der Sarner Nordstrasse läuft es bald rund. Der vierte Kreisel an dieser Strasse ist nun befahrbar und steht kurz vor der Vollendung.

Innerhalb kurzer Zeit ist Obwalden um zwei Parteien reicher geworden: Nachdem sich im November 2008 die Bürgerlich-Demokratische Partei (BDP) formiert hat, wird nun auch die Grüne Partei gegründet. Damit füllt der Kanton Obwalden den letzten weissen Fleck auf der Schweizer Karte der Grünen.

Tanks kommen an die Oberfläche

Die neue Brunnibahn wird nach sieben Monaten Bauzeit in Betrieb genommen. Die Kabine bietet mehr Platz als ihre Vorgängerin. So kann sie auch Familien mit Schlitten und Gleitschirmflieger mit ihren grossen Rucksäcken transportieren.

Jahrelang speicherten sie Flugbenzin oder Dieselöl. Nur werden die neun 20 Meter langen Tanks in Wolfenschiessen ersatzlos ausrangiert, weil sie das Militär nicht mehr braucht. Ein rund 50 Tonnen schwerer Bagger ist einen Tag lang damit beschäftigt, die Stahlungetüme freizulegen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.