Vor zehn Jahren: Velo verblüfft Kreiselfahrer in Buochs und Viktor Röthlin wird zum Ehrenbürger erkoren

In der Rubrik «Weisch nu» schauen wir zehn Jahre zurück. Im November 2008 sorgten unter anderen die neuen Gondeln der Brunni-Bahn, eine neue Messanlage der Kantonspolizei Nidwalden und das Notfallkonzept der Nidwaldner Ärzte für Schlagzeilen.

Matthias Piazza
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Der Kreisel in Buochs zieht die Aufmerksamkeit auf sich. (Bild: Corinne Glanzmann (4. November 2008))

Der Kreisel in Buochs zieht die Aufmerksamkeit auf sich. (Bild: Corinne Glanzmann (4. November 2008))

Kunst der etwas anderen Art steht im November 2008 auf dem Kreisel Schürmatt in Buochs. Ein für zehn Personen konstruiertes und nach der Idee eines Tandems gebautes Velo erregt die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer. Dieses Überbleibsel vom Velorennen GP Tell, als Buochs Etappenziel war, wurde bei der Räumung der zu sanierenden Zivilschutzanlage wieder hervorgeholt und dient als provisorischer Kreiselschmuck.

Die neuen Gondeln für die Brunni-Bahn werden an die Seile gehängt. Die gläsernen Kabinen mit ihrer geschwungenen Form fassen je 65 Personen und werden pro Stunde 634 Personen befördern.

Die neuen Gondeln der Brunni-Bahn werden montiert. (Bild: PD)

Die neuen Gondeln der Brunni-Bahn werden montiert. (Bild: PD)

Das Kreuz ist wieder an seinem Platz

Fassade und Turm der schmucken Kapelle an der Ecke St.-Antoni- und Kernserstrasse in Sarnen hatten eine «Verschönerungskur» nötig. Die Fassade war sehr verschmutzt und sämtliche Farbanstriche am Verputz, an der Dachkonstruktion sowie an den Fenstern und Türen mussten erneuert werden. Zur gelungenen vierwöchigen Aussenrenovation wird im Rahmen einer kleinen Feier die restaurierte Turmspitze mit der Kugel und dem Kreuz wieder aufgesetzt.

Die Kantonspolizei Nidwalden läutet ein neues Zeitalter in der Schwerverkehrskontrolle ein. Eine Profilmessanlage auf dem Schwerverkehrs-Kompetenzzentrum in Stans prüft nun vollautomatisch mittels Lasertechnologie, ob die zulässige Höhe, Breite und Länge nicht überschritten ist. Vorbei sind die Zeiten, als die Polizei umständlich mit Meterband und Messstange hantieren musste. Die Elektronik ermittelt nun zentimetergenau die Masse des Lastwagens und druckt die Ergebnisse aus.

Die Nidwaldner Ärzte halten an ihrem Notfallkonzept fest und sprechen sich gegen eine Notfall-Hausarztpraxis aus, wie man es von den Kantonsspitälern Luzern und Obwalden kennt, mit dem Ziel, überfüllte Notfallabteilungen von Bagatellfällen zu entlasten. Dieses Problem stelle sich im Kantonsspital Nidwalden nicht, die Patienten gingen offenbar bei nicht lebensbedrohlichen Notfällen korrekterweise zuerst zum Hausarzt, begründen die Nidwaldner Ärzte ihren Entscheid.

Grosse Ehre für Viktor Röthlin

Über einen Kilometer Hochspannungsleitung wird an der Grenze Dallenwil/Wolfenschiessen auf dem Abschnitt zwischen der alten Giessenbrücke und Unter Lätten neu verlegt – entlang des Zentralbahn-Trassees. Dies wegen geplanter Überbauungen. Der höchste der sieben Masten ragt 34 Meter in die Höhe. Riesige Pneukrane stellten Tage zuvor die 17 bis 30 Tonnen schweren Ungetüme auf, die bis zu 5,5 Meter tief im Boden verankert wurden.

Viktor Röthlin wird zum Ehrenbürger von Kerns ernannt. (Bild: Roger Zbinden (25. November 2008))

Viktor Röthlin wird zum Ehrenbürger von Kerns ernannt. (Bild: Roger Zbinden (25. November 2008))

Die Kernser ernennen Marathonläufer Viktor Röthlin zum Ehrenbürger. Bis auf den letzten Platz ist der Singsaal besetzt, tosender Applaus ersetzt eine formelle Abstimmung. Die Ehrung löse bei ihm ganz spezielle Gefühle aus, denn er sei von Herzen ein Kernser, meint Viktor Röthlin bei seiner Rede. «In Kerns bin ich neun Jahre zur Schule gegangen, hier im Kernwald begann ich mit dem Laufsport, hier schlägt mein Herz.» Sichtlich gerührt und in Hochstimmung verspricht er zum Dank: «Jeder Kernser hat ein Lauftraining mit mir zugute ...»