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WAHLEN: 5 der 7 Sitze in der Nidwaldner Regierung besetzt

Im Kanton Nidwalden sind fünf der sieben Regierungssitze im ersten Wahlgang vergeben worden. Gewählt wurden vier Bisherige sowie CVP-Kandidatin Karin Kayser. Es zeichnet sich ein spannender zweiter Wahlgang ab.
Endresultat der Regierungsratswahlen. (Bild: Quelle: Staatskanzlei NW, Grafik: rem)

Endresultat der Regierungsratswahlen. (Bild: Quelle: Staatskanzlei NW, Grafik: rem)

+++ 14:57 Uhr: Das Schlussergebnis ist bekannt. Fünf der sieben Sitze im Nidwaldner Regierungsrat sind im ersten Wahlgang vergeben worden. Das beste Ergebnis erzielte Landwirtschaftsdirektor Ueli Amstad(SVP, bisher) mit 9280 Stimmen, gefolgt von Bildungsdirektor Res Schmid mit 8428 Stimmen (SVP, bisher), Gesundheitsdirektorin Yvonne von Deschwanden (FDP, bisher) mit 8169 Stimmen und Baudirektor Hans Wicki(FDP, bisher) mit 8075 Stimmen. Die neu kandidierendeKarin Kayser(CVP) hat die Wahl ebenfalls geschafft. Die 47-jährige Gemeindepräsidentin von Oberdorf erreichte 7858 Stimmen. (Das Porträit von Karin Kayser »)

Alois Bissig verpasst Wiederwahl

Um gewählt zu werden, waren 7485 Stimmen nötig. Diese Hürde verpasst haben Alfred Bossard (FDP, neu, 7347 Stimmen), Othmar Filliger (CVP, neu, 7293 Stimmen) und der bisherige Justiz- und Sicherheitsdirektor Alois Bissig (CVP, bisher, 7102 Stimmen). Bissig landete mit seinem Resultat auf Rang 8.

Abgeschlagen am Ende liegen SVP-Kandidat Martin Zimmermann mit 5329 Stimmen und Conrad Wagner von den Grünen mit 5203 Stimmen.

Spannender zweiter Wahlgang zeichnet sich ab

CVP, SVP und Grüne hatten es sich zum Ziel gemacht, der FDP den dritten Sitz abzujagen. Die FDP werde versuchen, diesen Sitz im zweiten Wahlgang zu verteidigen, sagte Parteipräsident Ruedi Waser.

Der zweite Wahlgang ist für den 18. Mai angesetzt. Mit einer stillen Wahl ist nicht zu rechnen. SVP-Parteipräsident Christoph Keller geht davon aus, dass es vier Kandidaten für die zwei restlichen Sitze geben werde.

In einer schwierigen Lage ist die CVP. Die Partei werde die Situation nun analysieren, sagte Parteivizepräsidentin Therese Rotzer. Regierungsrat Bissig relativierte seine Platzierung damit, dass der Abstand zwischen ihm und den beiden Kandidaten vor ihm nicht gross sei.

Kämpferisch geben sich die Grünen. Parteipräsident Norbert Furrer sagte, die Regierung sei rechtslastig. Ihn freue aber, dass nun wieder zwei Frauen in der Regierung seien.

Die Stimmbeteiligung am Sonntag im Kanton Nidwalden lag bei 50,2 Prozent.

Frist läuft bis Freitag

Bis spätestens Freitag entscheidet sich, auf wen die Parteien im zweiten Wahlgang vom 18. Mai setzen. Dann läuft die entsprechende Eingabefrist ab. Ziehen sich jetzige Kandidaten zurück, muss dies bis am Mittwoch geschehen. Übrigens: Sollte Alois Bissig die Wiederwahl auch im zweiten Wahlgang verpassen oder erst gar nicht mehr aufgestellt werden, wäre dies laut Landschreiber Hugo Murer die erste Abwahl eines amtierenden Nidwaldner Regierungsrates seit 16 Jahren. red

Der Nidwaldner Landrat 2014-2018 setzt sich aus 9 Frauen und 51 Männern (2010: 11 Frauen, 49 Männer) zusammen. Und das sind die Parlamentarier (9 Frauen und 51 Männer umfasst der neue Nidwaldner Landrat. Und das sind die Parlamentarier (geordnet nach Grösse der Gemeinden und Nachnamen): (Archivbild Neue NZ)
Andreas Gander-Brem, Stans, Zahnarzt, CVP, neu. (Bild: pd)
Edi Engelberger, Stans, Geschäftsleiter, FDP, neu. (Bild: pd)
Susanne Ettlin Wicki, Stans, Hebamme FH, SP/Juso, neu. (Bild: pd)
Jörg Genhart, Stans, dipl. Betriebswirtschafter HF, 1974, SVP, bisher. (Bild: PD)
Rochus Odermatt, Stans, Metallbautechniker/ Unternehmer, 1977, SP/Juso, bisher. (Bild: PD)
Walter Odermatt, Stans, dipl. Landwirt, 1965, SVP, bisher. (Bild: PD)
Beatrice Richard-Ruf, Stans, Gemeindepräsidentin/ Kauffrau, 1962, FDP, bisher. (Bild: PD)
Karl Tschopp, lic. iur. Rechtsanwalt, 1960, FDP, bisher. (Bild: PD)
Regula Wyss, Stans, dipl. Pflegefachfrau HF, 1965, Grüne, bisher. (Bild: PD)
Conrad Wagner, Stans, Mobilitätsplaner, 1959, Grüne, bisher. (Bild: PD)
Hanspeter Zimmermann, Stans, Landwirt, 1962, CVP, bisher. (Bild: PD)
Peter Wyss, Stans, eidg.dipl. Verkaufsleiter/Geschäftsf., SVP, neu. (Bild: pd)
Philippe Banz, Hergiswil, Versich.-fachmann eidg. FA, 1984, FDP, bisher. (Bild: PD)
Michèle Blöchliger, Hergiswil, Rechtsanwältin, 1967, SVP, bisher. (Bild: PD)
Niklaus Reinhard, Hergiswil, dipl. Architekt ETH/ SIA/FSAI, 1965, FDP, bisher. (Bild: PD)
Ruedi Waser, Hergiswil, Dr. (PhD, MBA), 1952, FDP, bisher. (Bild: PD)
Christoph Keller, Hergiswil, Leiter Administration/Finanzen, SVP, neu. (Bild: pd)
Philipp Niederberger, Hergiswil, Medizintechniker HF, CVP, neu. (Bild: pd)
Martin Blättler, Hergiswil, dipl. Architekt ETH, CVP, neu. (Bild: pd)
Jlona Cortese-Keiser, Hergiswil, Küchenplanerin, Grüne, neu. (Bild: pd)
Josef Barmettler, Buochs, eidg. dipl. Landw. Chauffeur, 1954, CVP, bisher. (Bild: PD)
Peter Waser, Buochs, Bankangestellter, 1953, SVP, bisher. (Bild: PD)
Josef Bucher, Buochs, dipl. Ing. HTL/NDS, CVP, neu. (Bild: pd)
Bruno Christen, Buochs, Geschäftsführer, CVP, neu. (Bild: pd)
Albert Frank, Buochs, Marketing/Kommunikation, SVP, neu. (Bild: pd)
Werner Küttel, Buochs, Heilpädagoge, 1958, Grüne, bisher. (Bild: PD)
Rudolf Wanzenried, Buochs, Adm. Leiter/CFO, FDP, neu. (Bild: pd)
Niklaus Waser, Buochs, Betriebsangest. ZB, 1961, FDP, bisher. (Bild: PD)
Pius Furrer, Ennetbürgen, Küchenchef, 1959, SVP, bisher. (Bild: PD)
Markus Landolt, Ennetbürgen, Arzt, Grüne, neu. (Bild: pd)
Josef Odermatt-Infanger, Ennetbürgen, Landwirt, 1964, CVP, bisher. (Bild: PD)
Therese Rotzer, Ennetbürgen, Rechtsanwältin/Notarin, CVP, neu. (Bild: pd)
Erich von Holzen, Ennetbürgen, lic. rer. pol. Betriebswirt/ Unternehmer, 1965, FDP, bisher. (Bild: PD)
Martin Zimmermann, Ennetbürgen, Unternehmer, 1969, SVP, bisher. (Bild: PD)
Lilian Lauterburg-Trösch, Stansstad, lic. phil. nat. Biologie, 1959, FDP, bisher. (Bild: PD)
René Mathis, Stansstad, Sachbearb./Verkauf/ Logistik, 1957, SVP, bisher. (Bild: PD)
Norbert Rohrer, Stansstad, dipl. Biologe/Lehrer, CVP, neu. (Bild: pd)
Dominic Starkl, Stansstad, Web-Developer in A., 1990, Grüne, bisher. (Bild: PD)
Dino Tsakmaklis, Stansstad, Stud. Germanistik, SP/Juso, neu. (Bild: pd)
Rudolf Waser, Stansstad, eidg. dipl. Finanzplanungsexperte, 1958, FDP, bisher. (Bild: PD)
Urs Amstad, Beckenried, Einkäufer, 1975, SVP, bisher. (Bild: PD)
Leo Amstutz, Beckenried, dipl. Sozialarbeiter FH, 1955, Grüne, bisher (Bild: PD)
Viktor Baumgartner, Beckenried, Unternehmer, 1956, CVP, bisher. (Bild: PD)
Tobias Käslin-Loretz, Beckenried, Dienstchef VBS, 1957, FDP, bisher. (Bild: PD)
Christian Landolt, Beckenried, Bauing. HTL, 1949, SVP, bisher. (Bild: PD)
Stefan Bosshard, Oberdorf, Finanzchef-Stv. / W'prüfer, FDP, neu. (Bild: pd)
Stefan Hurschler, Oberdorf, Kaufmann, CVP, neu. (Bild: pd)
Joseph Niederberger, Oberdorf, Agenturleiter, 1969, CVP, bisher. (Bild: PD)
Armin Odermatt- Christen, Oberdorf, eidg. dipl. Hochbaupolier, 1970, SVP, bisher. (Bild: PD)
Alexander Joller, Dallenwil, Sanitärinstallateur, 1968, SVP, bisher. (Bild: PD)
Irene Odermatt Eggerschwiler, Dallenwil, kaufm. Angestellte, FDP, neu. (Bild: pd)
René Wallimann, Dallenwil, Verkaufsleiter, 1969, CVP, bisher. (Bild: PD)
Peter Scheuber-Durrer, Ennetmoos, Landwirt, 1962, CVP, bisher. (Bild: PD)
Markus Walker, Ennetmoos, Elektrotelematikereidg. FA, SVP, neu. (Bild: pd)
Thomas Wallimann-Sasaki, Ennetmoos, Theologe, Grüne, neu. (Bild: pd)
Josef Durrer, Wolfenschiessen, Gastronom, 1959, FDP, bisher. (Bild: PD)
Othmar Odermatt, Wolfenschiessen, Meisterlandwirt, CVP, neu. (Bild: pd)
Urs Zumbühl, Wolfenschiessen, Elektroinstallateur, SVP, neu. (Bild: pd)
Urs Müller, Emmetten, Airport-Manager, 1962, SVP, bisher. (Bild: PD)
Alice Zimmermann- Elsener, Emmetten, Familienfrau/ Köchin/Servicefach, 1961, CVP, bisher. (Bild: PD)
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Das ist der neue Nidwaldner Landrat

Othmar Filliger gratuliert der neu gewählten Regierungsrätin Karin Kayser. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)
Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ
Im Rathaus Stans werden die Wahlresultate bekannt gegeben. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)
Im Rathaus sind die Resultate aufgehängt. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)
Karin Kayser nimmt vom Langendorfer Gemeindepräsidenten Peter Berger Glückwünsche entgegen. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)
Mit ihren KIndern erwartet Karin Kayser die Resultate. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)
Erstaunte und konzentrierte Gesichter im Rathaus Stans. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)
Im Rathaus Stans werden die Wahlresultate bekannt gegeben. Im Bild: Alois Bissig bei der Pressekonferenz. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)
Im Rathaus Stans werden die Wahlresultate bekannt gegeben. Im Bild: Othmar Filliger bei der Pressekonferenz. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)
Die Familie von Karin Kayser. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)
Gespanntes Warten auf das Ergebnis bei FDP-Kandidat Alfred Bosshard. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)
In der Staatskanzlei werden die Daten von links Erich von Rotz und Armin Eberli zusammengetragen. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)
In der Staatskanzlei werden die Daten von links Erich von Rotz und Armin Eberli zusammengetragen. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)
Karin Kayser (CVP) verfolgt gespannt die Ergebnisse - Sie wurde als neue Regierungsraetin des Kanton Nidwalden gewählt. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Othmar Filliger im Rathaus. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)
Der bisherige Nidwaldner Regierungsrat Alois Bissig (CVP) wurde im 1. Wahlgang nicht wiedergewählt. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Der gescheiterte Regierungsratskandidat Conrad Wagner (Gruene Nidwalden) kann trozdem noch lachen. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Auch der Regierungsratskandidat Martin Zimmermann (SVP), muss sich damit abfinden, dass er nicht gewählt wurde. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Othmar Filliger (CVP) wurde im 1. Wahlgang ebenfalls nicht in den Regierungsrat gewählt. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Auch Albert Bossard (FDP) konnte bisher keinen Sitz im Regierungsrat ergattern. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
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Wahlen in Nidwalden

+++ 14:45 Uhr: Justiz- und Sicherheitsdirektor Alois Bissig (CVP) bangt weiter um seinen Regierungssitz. Noch ausstehend ist das Resultat von Hergiswil. Die Auszählung wird wegen eines IT-Problems verzögert.

+++ 14:29 Uhr. Es fehlt noch das Resultat aus Hergiswil. Noch offen ist, ob es zu einem zweiten Wahlgang kommt.

+++ 14:17 Uhr: Buochsund Oberdorfsind ausgezählt: In Führung liegt Ueli Amstad (SVP, bisher) vor Res Schmid (SVP, bisher). Auf dem dritten Platz folgt Yvonne von Deschwanden (FDP, bisher), 50 Stimmen dahinter Karin Kayser (CVP, neu). Nach zehn von elf ausgezählten Gemeinden sieht es danach aus, als ob die FDP ihre drei Sitze in der Regierung halten könnte. Um den siebten Sitz kämpfen Alfred Bosshard (FDP, neu), aktuell 6517 Stimmen und Alois Bissig (CVP, bisher), aktuell 6330 Stimmen. Es fehlt noch das Ergebnis aus Hergiswil.

+++ 13:57 Uhr: Beckenriedund Stanstaadsind ausgezählt: Die beiden bisherigen SVP-Regierungsräte Ueli Amstad und Res Schmid liegen in Führung. Die neue CVP-Kandidatin Karin Kayser liegt auf Rang 3.

+++ 13.30 Uhr: Um den 7. Regierungsratssitz zeichnet sich ein Duell zwischen Alois Bissig (CVP, bisher) und Alfred Bossard (FDP, neu) ab. Die folgenden sechs Regierungsräte liegen über dem absoluten Mehr der bisher ausgezählten sechs Gemeinden: Ueli Amstad, SVP, bisher; Res Schmid, SVP, bisher; Karin Kayser, CVP, neu; Othmar Filliger, CVP, neu; Yvonne von Deschwanden, FDP, bisher und Hans Wicki, FDP, bisher.

+++ 13.18 Uhr: Vier weitere Gemeinden (Ennetmoos, Ennetbürgen, Wolfenschiessen und Dallenwil) haben Ihre Stimmen ausgezählt. Die beiden bisherigen SVP-Regierungsräte Ueli Amstad (4697) und Res Schmid (4167) liegen voraus. Dahinter folgen zwei neue Kandidaten: Karin Kayser (CVP, 4139) und Othmar Filliger (CVP, 3903). Nach sechs von elf ausgezählten Gemeinden sieht es danach aus, dass die Bisherigen ihre Wiederwahl schaffen. Gemäss diesem Trend würde die FDP einen Regierungsratssitz verlieren und die CVP einen Sitz gewinnen und wäre neu die stärkste Kraft in der Regierung. FDP-Kandidat Alfred Bossard aus Buochs (noch nicht ausgezählt) fehlen knapp 200 Stimmen auf Alois Bissig (CVP), der auf Platz 7 liegt.

+++ 12.51 Uhr: Die Stimmen von Stanssind ausgezählt. Am meisten Stimmen hat Karin Kayser (CVP) erzielt, nämlich 1786, gefolgt von Ueli Amstad (SVP, 1699) und Othmar Filliger (CVP, 1694). Kumuliert hat Ueli Amstad mit 2013 Stimmen am meisten Stimmen erzielt.

+++ 11.58 Uhr: Mit Emmettenhat die erste Gemeinde die Stimmen für die Regierungsratswahlen ausgezählt und bekanntgegeben. In Führung liegt der Einheimische Res Schmid (SVP), mit 353 Stimmen, gefolgt von Ueli Amstad (SVP) mit 314 Stimmen. Auf den weiteren Plätzen folgen Hans Wicki (FDP, 238), Yvonne von Deschwanden (FDP, 232), Alfred Bossard (FDP, 207), Alois Bissig (CVP 200), Karin Kayser (CVP, 182), Martin Zimmermann (SVP, 179), Othmar Filliger (CVP, 151) und Conrad Wagner (Grüne, 105). Die Stimmbeteiligung in Emmetten liegt bei 48 Prozent.

Ausgangslage:

Bei den Regierungsratswahlen steht einer der sieben Sitz im Fokus, nämlich der dritte Sitz der FDP, der durch einen Rücktritt frei wird. Weil von der Wählerstärke her dieses Mandat nicht klar einer Partei zugeordnet werden kann, erheben neben der FDP auch CVP, SVP und Grüne darauf Anspruch.

Die FDP will mit alt Landrat Alfred Bossard den Sitz ihres zurücktretenden Volkswirtschaftsdirektors Gerhard Odermatt verteidigen. Sozialdirektorin Yvonne von Deschwanden und Baudirektor Hans Wicki treten erneut an.

Die SVP hatte 2008 mit Landwirtschaftsdirektor Ueli Amstad ihren ersten Sitz in der Regierung erobert. 2010 doppelte sie mit Bildungsdirektor Res Schmid nach. Nun greift sie nach einem dritten Mandat mit den Bisherigen sowie Fraktionschef Martin Zimmermann.

Die einst tonangebende CVP stellt noch zwei Regierungsräte und liebäugelt mit einem dritten Sitz. Weil ihr Finanzdirektor Hugo Kayser nicht mehr antritt, muss sie auch eine Vakanz verteidigen.

Auf dem Dreierticket der CVP ist somit nur ein Bisheriger aufgeführt, nämlich Justizdirektor Alois Bissig. Nominiert wurden ferner die Gemeindepräsidentin von Oberdorf, Karin Kayser, sowie Othmar Filliger, der Sekretär der Zentralschweizer Regierungskonferenz.

An ihrem Comeback arbeiten die Grünen, die 2010 ihren Regierungssitz verloren haben. Der Kandidat, der die rein bürgerliche Regentschaft beenden soll, ist Landrat Conrad Wagner.

Neue Berechnungsart für Landrat

Der Kanton Nidwalden hatte bislang bei den Landratswahlen demokratische Prinzipien missachtet. Zu diesem Befund ist das Bundesgericht 2010 gekommen.

Das Problem war, dass die Wahlchancen in den elf Wahlkreisen (Gemeinden) unterschiedlich gross waren: In Stans genügten 8 Prozent der Stimmen für einen Sitzgewinn, im kleinen Emmetten brauchte es 33 Prozent. Es war möglich, dass in einem Wahlkreis viele Stimmen für eine Partei, die keinen Sitz ergatterte, verloren gingen.

Jede Stimme zählt

Nidwalden entschied sich deshalb dafür, die Stimmen neu nach der Berechnungsart doppelter Pukelsheim zu berechnen. Deren Vorteil sei, dass jede Stimme zähle, sagt Politologe Andreas Ladner auf Anfrage.

Mit dem doppelten Pukelsheim wird zunächst die Sitzzahl jeder Partei für den ganzen Kanton bestimmt. Dann werden die Sitze in den Wahlkreisen verteilt. Der Wählerwille wird genauer abgebildet als bisher.

Um die neue Berechnungsrat für sich zu nutzen, nominierten die kleineren Parteien SP und Grüne mehr Kandidaten als bislang. Sie hätten ein Interesse, überall präsent zu sein, weil jetzt jede Stimme zähle, sagte Ladner. Vorher habe für sie eine Kandidatur in einem kleinen Wahlkreis keinen Sinn gemacht.

So tritt die SP, die nur einen Parlamentssitz hält, mit 21 Kandidaten und in sieben der elf Wahlkreisen an. 2010 hatte sie sich noch auf Stans beschränkt und nur 6 Kandidaten aufgestellt. Die Grünen (5 Mandate) stellen mit 41 (2010: 36) am meisten Kandidaten aller Parteien: Sie bewerben sich neu in 10 (2010: 8) Gemeinden. Die Grünen wollen mit diesem Effort drei Mandate dazugewinnen.

Keinen Effekt hatte der doppelte Pukelsheim auf die Kandidaturen der deutlich grösseren bürgerlichen Parteien SVP (19 Sitze), CVP (18) und FDP (17). Sie waren bereits vor vier Jahren fast flächendeckend angetreten.

Hinweis: Nidwaldnerzeitung.ch berichtet ab 12 Uhr laufend über die aktuellen Ergebnisse der Wahlen.

sda/rem

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