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Wahlen als Weckruf?

Blitzlicht
Oliver Mattmann
Redaktor, Mitarbeiter Oliver Mattmann fotografiert am 08. Juli 2014. Redaktion Nidwalden (Bild: Corinne Glanzmann (Neue NZ) (Neue Nidwaldner Zeitung))

Redaktor, Mitarbeiter Oliver Mattmann fotografiert am 08. Juli 2014. Redaktion Nidwalden (Bild: Corinne Glanzmann (Neue NZ) (Neue Nidwaldner Zeitung))

Vor geraumer Zeit hat ein Redaktionskollege an dieser Stelle der SP Obwalden geraten, sie soll endlich aufwachen und im politischen Alltag nicht so unerträglich brav sein. Nun bin ich versucht, denselben Appell an die SP in Nidwalden zu richten. Abgesehen von den aktuellen Landratswahlen scheint die einst relativ aktive Linkspartei nach ihrem Kampf für «Bezahlbares Wohnen» weitgehend von der Bildfläche verschwunden zu sein. Nimmt man etwa den Bereich «kantonale Vernehmlassungen» auf der ohnehin dünnen SP-Webseite als Massstab, dann hat sie sich seit Ende 2015 nicht mehr zu wichtigen Themen auf der politischen Agenda verlauten lassen. Natürlich ist dem nicht so, nur nimmt das ausserhalb des SP-Umfelds halt kaum einer wahr. Es passt ins Bild, dass die Nidwaldner Sozialdemokraten auf Facebook aktiv sind, dort aber – soweit sich das überblicken lässt – als «Geschlossene Gruppe» unter ihresgleichen bleiben.

Klar, mit den Grünen existiert bereits eine linke Kraft im obendrein bürgerlich geprägten Kanton. Und dennoch – oder gerade deshalb: Wer gehört werden will, muss mehr auf sich aufmerksam machen. Es geht nicht ums Ausrufen und darum, mit Schlagwörtern um sich zu werfen, aber etwas forscher und regelmässiger darf es schon sein. Wer nicht Schritt hält, gerät schnell in Vergessenheit. Wer weiss, vielleicht kommen die Wahlen morgen gerade zur rechten Zeit. Und die SP/Juso straft mich Lügen, indem sie mit ihren zwölf Kandidaten mehr als die aktuell drei Sitze im Landrat holt. Dann nehme ich die Schärfe meiner Kritik gerne zurück. Daran, dass die SP an ihrem Auftritt noch feilen kann, ändert sich aber nur wenig.

Oliver Mattmann

oliver.mattmann@nidwaldnerzeitung.ch

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