Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

WAHLEN: FDP ist die grosse Siegerin bei den Parlamentswahlen in Nidwalden

Während die Linke ihre Sitze im Landrat halten kann, gibt es bei den Bürgerlichen eine Verschiebung. Die FDP legt um zwei Sitze zu – auf Kosten der SVP.
Matthias Piazza
Bild: Grafik: mop

Bild: Grafik: mop

Matthias Piazza

matthias.piazza@nidwaldnerzeitung.ch

Nicht nur die Regierungsrats-, auch die Landratskandidaten wurden am Sonntag auf die Folter gespannt. Um kurz vor 18 Uhr konnte Landschreiber Hugo Murer die Resultate verkünden – wesentlich später als vorgesehen.

«Wir sind glücklich, wir konnten um zwei Mandate zulegen. Einen Sitzgewinn hatten wir uns zum Ziel gesetzt», freute sich Stefan Bosshard, Präsident der FDP Nidwalden, welche sozusagen als Siegerin aus den diesjährigen Landratswahlen hervorging. Die Partei ist neu mit 17 Sitzen im Landrat vertreten. Sie legte damit von allen Parteien am meisten zu. «Wir konnten sicher vom gesamtschweizerischen Aufschwung profitieren, die FDP konnte in fast allen kantonalen Parlamenten zulegen», erklärte er sich das Resultat. Zudem sei es der FDP gelungen, mit wirklich guten Köpfen anzutreten.

«Wir haben uns engagiert im Wahlkampf, durften vor vier Jahren die stärkste Partei werden», sagt SVP-Kantonalpräsident Christoph Keller. Wegen der Sitzverschiebungen müsse man halt die Arbeit in der Fraktion auf weniger Köpfe verteilen, kommentiert er den Verlust von zwei Sitzen. «Nichtsdestotrotz werden wir engagiert unsere Arbeit im Landrat weiterführen.» Die SVP stellt in der kommenden Legislatur noch 15 Landräte und ist damit nur noch drittgrösste Fraktion – hinter FDP und CVP.

Auch CVP mit Sitzverlust

Federn lassen musste auch die CVP, die einen Sitzverlust zu verbuchen hat. «Unser Ziel, 17 Sitze zu halten, haben wir nicht erreicht. Uns war bewusst, dass dies nicht einfach zu erreichen war. Wir hatten in einzelnen Gemeinden gewichtige Abgänge zu ersetzen», stellte CVP-Präsidentin Therese Rotzer fest. Doch der Schaden mit einem Sitzverlust halte sich in Grenzen. «In Nidwalden werden weiterhin drei fast gleich grosse bürgerliche Fraktionen die Politik im Landrat bestimmen.» Sie gehe darum nicht von wesentlichen Veränderungen aus.

Zufrieden zeigte sich Leo Amstutz, Präsident der Grünen. Seine Partei konnte ihre acht Sitze halten. Damit habe man das Ziel, acht bis zehn Sitze zu machen, erreicht. Mit nach wie vor elf Landräten der SP/Grünen-Fraktion in einem mehrheitlich bürgerlich dominierten Parlament werde sich in der kommenden Legislatur wohl nicht viel ändern.

  • Stans: In Stans wurde kein Bisheriger abgewählt, Sitzverschiebungen gab es keine. Das beste Resultat machte Beatrice Richard-Ruf von der FDP (bisher) mit 2067 Stimmen. Zu den zehn Bisherigen stiessen mit Kilian Duss (FDP) und Astrid von Büren (CVP) zwei frischgewählte dazu.
  • Beckenried: Hier sind vier der fünf Landräte neu. Die SVP verlor einen Sitz. Dieser ging an Pierre Nemitz, unabhängiges Politisieren (neu). Ansonsten hat sich parteipolitisch nichts verändert.
  • Buochs: Mit Delf Bucher (Grüne), Franziska Rüttimann (CVP) und Sepp Gabriel (SVP) zogen drei Neue in den Landrat. Fünf von sechs bisherigen Kandidaten schafften die Wiederwahl, Albert Frank von der SVP nicht.
  • Dallenwil: Hier wurden sämtliche drei Bisherigen wiedergewählt. Keiner der fünf neuen Kandidaten schaffte den Sprung in den Landrat. Parteipolitisch bleibt mit je einem SVP-, FDP- und CVP-Sitz alles beim Alten.
  • Emmetten: Sepp Odermatt von der SVP, der im vergangenen Dezember für Urs Müller nachgerutscht war, schaffte die Wiederwahl nicht. Den SVP-Sitz holte neuStefan P. Müller. Alice Zimmermann von der CVP wurde als Bisherige bestätigt.
  • Ennetbürgen: Die SVP verlor einen Sitz an die FDP. Vier der sechs Gewählten sind neu. Ein Bisheriger, der parteilose Markus Landolt (früher Grüne), schaffte die Wiederwahl nicht.
  • Ennetmoos: Stabile Verhältnisse in Ennetmoos. Die drei bisherigen Landräte (Grüne/SVP/CVP) schafften die Wiederwahl. Die vier neuen Kandidaten wurden nicht gewählt.
  • Hergiswil: Mit Sandra Niederberger, die erstmals kandidierte, ist die SP/Juso neu in Hergiswil vertreten. Dies zu Lasten der CVP, welche nur noch einen Sitz stellt. Mit Joe Blättler (SVP) und Remo Zberg (FDP) schafften zwei weitere Neue den Sprung in den Landrat.
  • Oberdorf: Christoph Baumgartner von der CVP wurde neu gewählt. An der parteipolitischen Zusammensetzung ändert sich nichts: 1 SVP, 1 FDP, 2 CVP, SP/Juso und Grüne sind nicht vertreten.
  • Stansstad: Mit René Schuler (FDP) und Roland Blättler (SVP) schafften zwei Neue den Sprung ins Parlament. Die FDP gewann einen Sitz zu Lasten der SP/Juso.
  • Wolfenschiessen: Remigi Zumbühl (FDP) stiess zu den zwei bisherigen Landräten Othmar Odermatt (CVP) und Urs Zumbühl (SVP).

Das sind die gewählten und nicht gewählten Nidwaldner Landräte »


Die Abgewählten

Sechs bisherige Mitglieder des Landrates schafften die Wiederwahl nicht.

  • Buochs: Albert Frank (SVP).
  • Emmetten: Sepp Odermatt (SVP).
  • Ennetbürgen: Markus Landolt (parteilos).
  • Hergiswil: Ruedi Waser (FDP), Martin Blättler (CVP).
  • Oberdorf: Stefan Hurschler (CVP). (map)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.