Handschuhe und Distanz: So verlief der Nidwaldner Wahlsonntag in Zeiten von Corona

Deutlich weniger Personen als sonst wagten sich in Stans und Ennetbürgen ins Wahllokal. Die Bevölkerung hielt sich an den Aufruf zur vorgängigen Stimmabgabe.

Florian Pfister
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Das Schlangestehen vor dem Wahllokal im Stanser Gemeindehaus ist klar geregelt.

Das Schlangestehen vor dem Wahllokal im Stanser Gemeindehaus ist klar geregelt.

Bilder: Edi Ettlin (5. April 2020)

Die Massnahmen des Bundesamts für Gesundheit (BAG) müssen auch bei Wahlen eingehalten werden. Entsprechend hatten sich die Abstimmungsbüros in Stans und Ennetbürgen gut vorbereitet. Handschuhe und Desinfektionsmittel standen zur Verfügung.

Matthias Zopp und Priska Bucher warten in der Schalterhalle der Gemeindeverwaltung auf das Stimmvolk. Markierungen sorgen für den nötigen Abstand.

Matthias Zopp und Priska Bucher warten in der Schalterhalle der Gemeindeverwaltung auf das Stimmvolk. Markierungen sorgen für den nötigen Abstand.

«Bei der Urne wurde jeweils nur eine Person vorgelassen», sagt Bernadette Würsch, Gemeindeschreiberin in Stans. «Mit Markierungen sorgten wir für den nötigen Abstand.» Auch das Personal der Abstimmungsbüros hielt sich an die Massnahmen bezüglich Abstand, Handschuhtragen und Desinfektion. Mitglieder der Risikogruppen wurden nicht aufgeboten. «Wir kontrollierten ständig, ob sich das Personal an die Vorgaben hielt», ergänzt Würsch. In Ennetbürgen hat das Abstimmungsbüro vergleichbare Massnahmen umgesetzt. «Statt zu zweit wie sonst erfasste nur ein Mitarbeiter die Wahlzettel», sagt Othmar Egli, Gemeindeschreiber in Ennetbürgen. «In einem anderen Sitzungszimmer kontrollierte ein zweiter Mitarbeiter die Stimmen.»

Ruth Marti trägt beim Öffnen der Stimmcouverts an ihrem klar markierten Arbeitsplatz im Stanser Gemeindehaus Handschuhe.

Ruth Marti trägt beim Öffnen der Stimmcouverts an ihrem klar markierten Arbeitsplatz im Stanser Gemeindehaus Handschuhe.

Keine Verzögerungen durch die Massnahmen

Die Bevölkerung hat den Aufruf zur vorgängigen Abgabe der Wahlzettel wahrgenommen. In Ennetbürgen und Stans wurden klare Rückgänge der Stimmabgaben an der Urne im Vergleich zu anderen Jahren verzeichnet.

Handschuhe und gegenseitige Kontrolle: Leo Heller liest im Gemeindehaus Stans die Wahlzettel vor, Dzemila Smajic erfasst in der nötigen Entfernung die Namen und liest sie zur Bestätigung nochmals vom Bildschirm ab.

Handschuhe und gegenseitige Kontrolle: Leo Heller liest im Gemeindehaus Stans die Wahlzettel vor, Dzemila Smajic erfasst in der nötigen Entfernung die Namen und liest sie zur Bestätigung nochmals vom Bildschirm ab.

Trotz der Massnahmen verzögerte sich das Wahlprozedere nicht. «Wir sind relativ schnell vorwärtsgekommen und waren vergleichbar wie sonst fertig», sagt Bernadette Würsch. «Die Bevölkerung hat sich gut an die Vorgaben gehalten.»