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WAHLEN NW: Drei Kandidaten kämpfen um zwei Sitze

Im Kanton Nidwalden kämpfen wohl drei Kandidaten um die zwei noch vakanten Sitze in der Regierung. Die CVP opfert Alois Bissig und tritt mit Othmar Filliger an. Auch die FDP und die Grünen treten nochmals an. Die SVP verzichtet.
Sie treten zum zweiten Wahlgang im Kanton Nidwalden an: Alfred Bossard, FDP, 7347 Stimmen im ersten Wahlgang; Othmar Filliger, CVP, 7293 Stimmen und Conrad Wagner, Grüne, 5203 Stimmen. (Bilder Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Sie treten zum zweiten Wahlgang im Kanton Nidwalden an: Alfred Bossard, FDP, 7347 Stimmen im ersten Wahlgang; Othmar Filliger, CVP, 7293 Stimmen und Conrad Wagner, Grüne, 5203 Stimmen. (Bilder Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Die CVP Nidwalden tritt im zweiten Wahlgang der Regierungsratswahlen am 18. Mai nur mit einem Kandidaten an. Wie die Partei am Dienstag mitteilte, hat der Kantonalvorstand der CVP Nidwalden einstimmig entschieden, im zweiten Wahlgang die Kräfte zu bündeln, um sich den zweiten Sitz in der Regierung zu sichern. Da Othmar Filliger (49) im ersten Wahlgang mit 7293 Stimmen das bessere Resultat erzielt hat als der 57-jährige Justiz- und Sicherheitsdirektor Alois Bissig (7102 Stimmen), fiel die Wahl zu Gunsten Filligers aus.

Othmar Filliger gratuliert der neu gewählten Regierungsrätin Karin Kayser. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)
Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ
Im Rathaus Stans werden die Wahlresultate bekannt gegeben. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)
Im Rathaus sind die Resultate aufgehängt. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)
Karin Kayser nimmt vom Langendorfer Gemeindepräsidenten Peter Berger Glückwünsche entgegen. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)
Mit ihren KIndern erwartet Karin Kayser die Resultate. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)
Erstaunte und konzentrierte Gesichter im Rathaus Stans. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)
Im Rathaus Stans werden die Wahlresultate bekannt gegeben. Im Bild: Alois Bissig bei der Pressekonferenz. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)
Im Rathaus Stans werden die Wahlresultate bekannt gegeben. Im Bild: Othmar Filliger bei der Pressekonferenz. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)
Die Familie von Karin Kayser. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)
Gespanntes Warten auf das Ergebnis bei FDP-Kandidat Alfred Bosshard. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)
In der Staatskanzlei werden die Daten von links Erich von Rotz und Armin Eberli zusammengetragen. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)
In der Staatskanzlei werden die Daten von links Erich von Rotz und Armin Eberli zusammengetragen. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)
Karin Kayser (CVP) verfolgt gespannt die Ergebnisse - Sie wurde als neue Regierungsraetin des Kanton Nidwalden gewählt. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Othmar Filliger im Rathaus. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)
Der bisherige Nidwaldner Regierungsrat Alois Bissig (CVP) wurde im 1. Wahlgang nicht wiedergewählt. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Der gescheiterte Regierungsratskandidat Conrad Wagner (Gruene Nidwalden) kann trozdem noch lachen. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Auch der Regierungsratskandidat Martin Zimmermann (SVP), muss sich damit abfinden, dass er nicht gewählt wurde. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Othmar Filliger (CVP) wurde im 1. Wahlgang ebenfalls nicht in den Regierungsrat gewählt. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Auch Albert Bossard (FDP) konnte bisher keinen Sitz im Regierungsrat ergattern. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
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Wahlen in Nidwalden

Die Parteiverantwortlichen hätten bereits vor den Wahlen mit den Kandidaten abgesprochen, nach welchen Kriterien bei einer allfälligen Einerkandidatur die Wahl zu treffen sei, heisst es in der Mitteilung der Partei. Man sei sich dabei einig gewesen, dass allein der Wählerwille und damit die Anzahl Stimmen den Ausschlag geben würden, auf welchen Kandidaten die Wahl fallen solle, falls sich der Kantonalvorstand für eine Einerkandidatur entscheidet.

Bissig: «Ich wäre bereit gewesen»

CVP-Vizepräsidentin Therese Rotzer sagte, es sei ein schwieriger Entscheid gewesen. Die Wähler hätten aber so entschieden. Zum schlechten Abschneiden Bissigs sagte sie, dieser habe schwierige Dossiers betreut. Als Beispiel nannte sie die umstrittene Verschiebung eines Jagdbanngebietes vom Gebiet Titlis ins Gebiet Bannalp.

Alois Bissig sagte auf Anfrage, er wäre für den zweiten Wahlgang grundsätzlich bereit gewesen. Er habe für sich durchaus noch Wahlchancen gesehen. Eine wilde Kandidatur schloss er aus. Diese sei rechtlich gar nicht möglich, erklärte er.

Bissig hatte vor seinem Mandat als Regierungsrat als Verhörrichter gearbeitet. Was er nach dem Ende seiner Amtszeit am 30. Juni machen wird, ist noch offen. Er wird noch bis Ende Jahr sein volles Gehalt erhalten, und dann während maximal eines Jahres eine Abgangsentschädigung von 80 Prozent. So sieht es das kantonale Entschädigungsgesetz für Regierungsräte vor, die nicht mehr wiedergewählt werden oder nach dem ersten Wahlgang ihre Kandidatur zurückziehen.

Bissig ist in Nidwalden der erste Regierungsrat seit 1998, der im Amt nicht bestätigt worden ist. Damals hatte es unter komplett anderen Umständen Robert Geering (FDP) getroffen. Vor 16 Jahren war der Regierungsrat von neun auf sieben Mitglieder verkleinert worden und erstmals an der Urne und nicht der Landsgemeinde gewählt worden.

FDP und Grüne treten an

Bei der FDP sind im Hinblick auf den zweiten Wahlgang die Entscheide gefallen. Wie Parteipräsident Ruedi Waser gegenüber der Neuen Nidwaldner Zeitung bestätigte, wird sie am 18. Mai mit Alfred Bossard antreten. Bossard erreichte im ersten Wahlgang mit 7347 Stimmen das beste Resultat aller nicht gewählten Kandidaten.

Auch die Grünen treten nochmals mit Conrad Wagner an, wie die Partei am Dienstagabend mitteilt. Die Grünen begründen ihre Kandidatur einerseits mit dem hohen Wähleranteil und andererseits damit, dass sie in der Regierung Verantwortung übernehmen möchten. «Die Wähler sollen am zweiten Wahlgang eine echte Auswahl haben», begründet Grünen-Präsident Norbert Furrer die Kandidatur. Aufgrund der Landratswahlen habe keine der bürgerlichen Parteien Anspruch auf einen dritten Sitz.

SVP verzichtet auf Kandidatur

SVP-Kandidat Martin Zimmermann verzichtet auf den zweiten Wahlgang. Das hat er am Dienstagabend in Absprache mit der Parteileitung entschieden. «Der Hauptgrund meiner Kandidatur für einen dritten SVP-Sitz in der Regierung war, den Wahlkampf für den Landrat anzukurbeln», hält er fest. Das sei der Partei mit dem guten Ergebnis bei den Landratswahlen gelungen. Dass er es als Fraktionspräsident, der sehr pointiert politisiere, bei Wahlen in die Exekutive schwer haben würde, sei klar gewesen. Das erkläre auch das mässige Resultat.

Im ersten Wahlgang im Amt bestätigt worden waren Ueli Amstad und Res Schmid (beide SVP) sowie Yvonne von Deschwanden und Hans Wicki (FDP). Neu gewählt wurde Karin Kayser (CVP).

Regierung bedauert Abgang von Bissig

Der Nidwaldner Regierungsrat nimmt mit Bedauern zur Kenntnis, dass Alois Bissig zum zweiten Wahlgang nicht mehr antritt. Bissig habe als Justiz- und Sicherheitsdirektor eine gute Arbeit geleistet und nehme im regierungsrätlichen Kollegium eine wertvolle Position ein, teilt die Nidwaldner Staatskanzlei am Mittwoch mit.

Die im Vorfeld der Gesamterneuerungswahlen mehrfach polemisch geäusserten Vorwürfe und persönlichen Angriffe gegenüber einzelnen Mitgliedern des Regierungsrates verschlechtern das politische Klima und untergraben das Vertrauen und die Glaubwürdigkeit des Regierungsrates. Die Beschlüsse werden jeweils in corpore gefällt und das für das Sachgeschäft zuständige Mitglied des Regierungsrates habe dieses nach aussen hin zu vertreten, heisst es weiter.

pd/zim/sda/rem/mu

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