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WAHLEN: Zehn Kandidaten für sieben Sitze

Nidwalden wählt am 23. März seine Regierung und sein Parlament neu. Die 60 Landratssitze werden erstmals nach der Berechnungsart doppelter Pukelsheim auf die Parteien verteilt.
Nidwalden wählt am 23. März sein Parlament und den Regierungsrat neu. (Archivbild NZ)

Nidwalden wählt am 23. März sein Parlament und den Regierungsrat neu. (Archivbild NZ)

Bei den Regierungsratswahlen im Kanton Nidwalden steht einer der sieben Sitze im Fokus, nämlich der dritte Sitz der FDP, der durch einen Rücktritt frei wird. Weil von der Wählerstärke her dieses Mandat nicht klar einer Partei zugeordnet werden kann, erheben neben der FDP auch CVP, SVP und Grüne darauf Anspruch.

Die FDP will mit alt Landrat Alfred Bossard den Sitz ihres zurücktretenden Volkswirtschaftsdirektors Gerhard Odermatt verteidigen. Sozialdirektorin Yvonne von Deschwanden und Baudirektor Hans Wicki treten erneut an.

Die SVP hatte 2008 mit Landwirtschaftsdirektor Ueli Amstad ihren ersten Sitz in der Regierung erobert. 2010 doppelte sie mit Bildungsdirektor Res Schmid nach. Nun greift sie nach einem dritten Mandat mit den Bisherigen sowie Fraktionschef Martin Zimmermann.

Die einst tonangebende CVP stellt noch zwei Regierungsräte und liebäugelt mit einem dritten Sitz. Weil ihr Finanzdirektor Hugo Kayser nicht mehr antritt, muss sie auch eine Vakanz verteidigen.

Auf dem Dreierticket der CVP ist somit nur ein Bisheriger aufgeführt, nämlich Justizdirektor Alois Bissig. Nominiert wurden ferner die Gemeindepräsidentin von Oberdorf, Karin Kayser, sowie Othmar Filliger, der Sekretär der Zentralschweizer Regierungskonferenz.

An ihrem Comeback arbeiten die Grünen, die 2010 ihren Regierungssitz verloren haben. Der Kandidat, der die rein bürgerliche Regentschaft beenden soll, ist Landrat Conrad Wagner.

Neue Berechnungsart für Landrat

Die 60 Landratssitze werden erstmals nach der Berechnungsart doppelter Pukelsheim auf die Parteien verteilt. Davon profitieren wollen die beiden kleinen Parteien, die Grünen und die SP.

Der Kanton Nidwalden hatte bislang bei den Landratswahlen demokratische Prinzipien missachtet. Zu diesem Befund ist das Bundesgericht 2010 gekommen.

Das Problem war, dass die Wahlchancen in den elf Wahlkreisen (Gemeinden) unterschiedlich gross waren: In Stans genügten 8 Prozent der Stimmen für einen Sitzgewinn, im kleinen Emmetten brauchte es 33 Prozent. Es war möglich, dass in einem Wahlkreis viele Stimmen für eine Partei, die keinen Sitz ergatterte, verloren gingen.

Jede Stimme zählt

Nidwalden entschied sich deshalb dafür, die Stimmen neu nach der Berechnungsart doppelter Pukelsheim zu berechnen. Deren Vorteil sei, dass jede Stimme zähle, sagt Politologe Andreas Ladner auf Anfrage.

Mit dem doppelten Pukelsheim wird zunächst die Sitzzahl jeder Partei für den ganzen Kanton bestimmt. Dann werden die Sitze in den Wahlkreisen verteilt. Der Wählerwille wird genauer abgebildet als bisher.

Um die neue Berechnungsrat für sich zu nutzen, nominierten die kleineren Parteien SP und Grüne mehr Kandidaten als bislang. Sie hätten ein Interesse, überall präsent zu sein, weil jetzt jede Stimme zähle, sagte Ladner. Vorher habe für sie eine Kandidatur in einem kleinen Wahlkreis keinen Sinn gemacht.

So tritt die SP, die nur einen Parlamentssitz hält, mit 21 Kandidaten und in sieben der elf Wahlkreisen an. 2010 hatte sie sich noch auf Stans beschränkt und nur 6 Kandidaten aufgestellt. Die Grünen (5 Mandate) stellen mit 41 (2010: 36) am meisten Kandidaten aller Parteien: Sie bewerben sich neu in 10 (2010: 8) Gemeinden. Die Grünen wollen mit diesem Effort drei Mandate dazugewinnen.

Keinen Effekt hatte der doppelte Pukelsheim auf die Kandidaturen der deutlich grösseren bürgerlichen Parteien SVP (19 Sitze), CVP (18) und FDP (17). Sie waren bereits vor vier Jahren fast flächendeckend angetreten.

sda/rem

Hinweis: Nidwaldnerzeitung.ch berichtet am 23. März ab 12 Uhr live über den Ausgang der Gesamterneuerungswahlen.

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