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Wald in Ennetmoos muss Gesteinsdeponie weichen

Beim Steinbruch Rüti muss Abbruchmaterial zwischengelagert werden. Dafür muss Wald gerodet werden. Bis der Wald wieder aufgeforstet wird, braucht’s Geduld.
Matthias Piazza
Rudolf Günter, Oberförster des Kantons Nidwalden. Bild: PD

Rudolf Günter, Oberförster des Kantons Nidwalden. Bild: PD

Seit über zehn Jahren baut die Firma Steinag Rozloch AG im Gebiet Rüti Hartgesteine ab. Nun ist man an einem schwierigen Abbauschritt angelangt. Es droht der darüberliegende Felskeil abzurutschen, würde man weiter abbauen. Damit wären auch die Arbeiter gefährdet. Um das Problem zu umgehen, will man einen sogenannten Sicherheitsabbau vornehmen. Dafür muss auch nicht verwertbares Lockermaterial, also lockeres Gestein, abgebaut werden. Die Steinag will dieses Material zwischenlagern und für die zukünftige Rekultivierung wieder verwenden. Dafür benötigt sie eine Depotfläche für die Zwischenlagerung. Diese soll am zweckmässigsten im nordöstli­chen Bereich der bestehenden Sondernutzungszone geschaffen werden, wie es im Gesuch heisst, das bis am 14. März bei der Gemeinde Ennetmoos aufliegt.

Spätestens in 20 Jahren wird aufgeforstet

5900 Quadratmeter dieser 8400 Quadratmeter grossen Sondernutzungszone liegen in der Landwirtschaftszone und etwa 2500 Quadratmeter betreffen Buchenwald, der zusätzlich mit Fichten und Eschen bestockt ist. Es muss also nicht nur umgezont, sondern auch gerodet werden.

«Der Wald ist durch das Gesetz grundsätzlich geschützt», hält der Nidwaldner Oberförster Rudolf Günter fest. In diesem Fall sei für eine temporäre Waldrodung ein Gesuch gestellt worden. Das bedeute, dass der Wald nur vorübergehend zweckentfremdet werde und in spätestens 20 Jahren die beanspruchte Waldfläche wieder aufgeforstet werde. Bis der Wald sein wieder jetziges Erscheinungsbild erlange, müsse man sich allerdings noch länger gedulden, zumal die ältesten Bäume wohl etwa 150 Jahre alt seien. «Dass aber alte Bäume gefällt werden, gehört zur Wald- und Forstwirtschaft», gibt Rudolf Günter zu bedenken. «So wird der Wald verjüngt und der Rohstoff Holz genutzt.»

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