«WALDESRUH»: Kein Grabstein – dafür ein Baum im Wald

Die Asche Verstorbener direkt an den Wurzeln eines Baumes beisetzen lassen. Dies wird gemäss dem Anbieter «Waldesruh» nun zum ersten Mal auch in der Zentralschweiz möglich – am Bürgenstock. Auch Plätze im Luzernischen sind geplant.

Drucken
Teilen
In diesem Gebiet am Bürgenstock sollen die Baumbestattungen möglich werden. (Bild pd/Google Earth)

In diesem Gebiet am Bürgenstock sollen die Baumbestattungen möglich werden. (Bild pd/Google Earth)

Am kommenden Sonntag findet auf dem Bürgenstock ein Informationstag der Firma mit Sitz in Frauenfeld über die Baumbestattung statt.

Für die Baumbestattung, zu der eine Kremation Voraussetzung ist, würden so genannte «Zukunftsbäume» in einem Waldesrand, auf einer waldesnahen Weide oder an einem stillen Weiher, meist in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Förster ausgewählt, heisst es auf der «Waldesruh»-Website. Auf Wunsch würden an gewünschten Stellen für die Baumbestattung auch Jungbäume gepflanzt.

Spezielle Art der Trauerbewältigung
«Das Wachstum des Baumes tröstet die Angehörigen über den Verlust des Verstorbenen», heisst es weiter – es handle sich bei Baumbestattungen um eine «moderne und natürliche Form der Beerdigung». Neben kostenpflichtigen Beerdigungen bei «Familien-» und «Gemeinschaftsbäumen» sei auch eine kostenlose Bestattung möglich – beim «Freiheitsbaum», von dem es an jedem «Waldesruh»-Platz einen gebe.

Im Falle des Bürgenstocks sei ein Schutz der Bäume bis zum Jahr 2106 gewährleistet. Weiteren Angaben zufolge sind in der Zentralschweiz auch Plätze in den luzernischen Gemeinden Buttisholz und Hüswil in Planung.

scd