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Wander-Lücke zwischen Nid- und Obwalden schliesst sich

Nach langwierigen Einsprachen soll im Laufe des Sommers die Felskante um den Charen zwischen Wolfenschiessen und Kerns mit Tritten und Seilen gesichert werden.
Richard Greuter
Der Charen wird dieses Jahr als Bergweg markiert. (Bild: PD)

Der Charen wird dieses Jahr als Bergweg markiert. (Bild: PD)

Den Wegabschnitt zwischen Gräfimatt Stand und Storegg gibt es seit Jahrzehnten. «Es ist ein einfacher, wunderschöner Pfad, der auf der Wasserscheide entlang der Kantonsgrenze zwischen Ob- und Nidwalden verläuft», berichtete der technische Leiter Ruedi Günter an der Generalversammlung der Nidwaldner Wanderwege im Pestalozzi-Saal in Stans.

Damit dieser Abschnitt ins offizielle Wanderwegnetz integriert werden kann, seien bauliche Massnahmen und Verbesserungen notwendig. Nach langwierigen Einsprachen haben die Standortgemeinden Wolfenschiessen und Kerns die Baubewilligung für den Wegabschnitt erteilt. «Die grösste Herausforderung», so Günter, «ist die Traversierung des Charens.» Dabei handelt es sich um eine markante Felskante zuoberst auf dem Grat, der als Bergweg (rot-weiss-rot) markiert wird. Im Laufe des Sommers soll dieser Abschnitt mit einigen Tritten und Seilen gesichert und im Spätherbst fertig erstellt werden. Gerechnet wird mit Baukosten von 65000 Franken.

Verein verzeichnete 2018 Teilnehmerrekord

Dies freute auch Vereinspräsident Hans Graber, der durch die Versammlung führte: «Es ist ein wunderschöner Wanderweg, der nun genutzt werden kann.» Einerseits wird damit die Schweizmobil-Route Nr. 88 vervollständigt. Anderseits können Wanderer auf dem Nidwaldner Höhenweg das Engelbergertal in sechs Tagesetappen und zirka 30 Wanderstunden umwandern.

Insgesamt 22 geführte Wanderungen, davon eine zweitägige Tour mit Übernachtung, sind in diesem Jahr geplant. Insgesamt 430 Personen, die an 29 Wanderungen teilnahmen, sorgten im vergangenen Jahr für einen Teilnehmerrekord. «Das ist die schönste Anerkennung», freute sich Ruedi Eigensatz, Chef Wandern.

Am kommenden Stanser Alpkäsemarkt vom 18. Mai stellt der Verein eine Broschüre mit Wanderungen zu Alpkäsereien vor. In Zusammenarbeit mit Tourismus Nidwalden entstand ein Faltblatt mit 18 Nidwaldner Wandererlebnissen. An der «Iheimisch» am Auffahrtswochenende präsentieren sich die Wanderfreunde gleich neben der Drogerie Länderpark, die sich der Zeckenproblematik widmet. «Das passt zu den Wanderern», sagte Hans Graber. In diesem Jahr ersetzt der Verein im ganzen Kanton 65 Orientierungstafeln.

Koexistenz mit Bikern ist eine Herausforderung

Für Regierungsrat Joe Christen, der die Versammlung mit seinem Amtskollegen Othmar Filliger verfolgte, gilt Wandern als schönste Freizeitbeschäftigung und ist ein wunderbares Heilmittel gegen Kummer und Depression. Neben dem immer noch zu hohen Anteil an Hartbelägen erwähnte der Landwirtschafts- und Umweltdirektor als weitere Herausforderung die Mountainbiker und auch die E-Biker. Auch wenn sie im Tourismus für neue Perspektiven sorgten, schweizweit eigene Verkehrswege für Biker sei nicht möglich, meinte Christen. Es bleibe nur die friedliche Koexistenz. «Oder, um es deutlicher zu sagen», so Christen, «der Respekt der Stärkeren gegenüber den Schwächeren.»

Ruedi Günter ehrte die Gemeindevertreter Peter Lussi (26 Jahre), Werner Häcki (25 Jahre), Sepp Odermatt (20 Jahre) und Patrik Emmenegger (10 Jahre) für ihre langjährige Mitarbeit. Umrahmt wurde die Versammlung durch Beiträge des Entlebucher Jodelduetts Ruedi Renggli – Hans Röösli.

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