Wechsel
Nidwaldner Sachversicherung erhält mit Stefan Bosshard einen neuen Geschäftsführer

Die Schadenssumme, welche die Nidwaldner Sachversicherung 2020 tragen musste, fiel 70 Prozent höher aus als im Vorjahr.

Merken
Drucken
Teilen
(lur)

Das vergangene Geschäftsjahr der Nidwaldner Sachversicherung sei geprägt gewesen durch zwei Monate mit Ereignissen, die hohen Schadensummen nach sich gezogen haben. Das schreibt die Versicherung in einer Mitteilung. «Der Sturm Sabine erreichte Nidwalden im Februar 2020 und verursachte grosse Schäden an Gebäuden und Mobiliar.» In den Monaten danach habe es dann aber wenige ernsthafte Ereignisse gegeben, bis gegen Ende des Jahres gleich zwei Hausbrände zu verzeichnen waren.

Das Schadenjahr 2020 war für die Sachversicherung damit leicht gravierender als der Durchschnitt der vergangenen Jahre. Die Gesamtschadenssumme betrug rund 4,9 Millionen Franken und ist damit um 70 Prozent höher als im Vorjahr. Die Zahl der gemeldeten Schäden ist mit 1424 ebenfalls bedeutend höher als noch 2019.

Kapitalanlagen haben sich positiv entwickelt

Auch die Pandemie wirkte sich aus, konkret auf den Feuerwehrbetrieb. «Die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren als systemrelevante Organisationen wurde jedoch jederzeit gewährleistet, damit ein erfolgreicher Einsatz zum Schutz von Mensch, Tier, Umwelt und Sachwerten erfolgen konnte.» Die Kapitalmärkte schlossen besser ab als zu Beginn des Jahres, und als wegen Corona erwartet werden konnte. Trotz höherer Schadenssumme und dank positiver Renditen bei den Kapitalanlagen schliesst die Nidwaldner Sachversicherung das Geschäftsjahr 2020 mit einem Gewinn von knapp 5,8 Millionen Franken ab. «Vom erfreulichen Jahresergebnis und der guten Kapitalbasis profitierten auch die Kunden. Die Nidwaldner Sachversicherung gewährte 2021 einen Prämienrabatt von 30 Prozent.»

Stefan Bosshard

Stefan Bosshard

Bild: PD

Mitte April des aktuellen Jahres begann ausserdem «eine neue Ära» für die Sachversicherung. Nach sechs Jahren an der Spitze gibt Peter Meyer die Geschäftsführung ab und wird auf Mitte 2021 hin in den vorzeitigen Ruhestand treten. Mit Stefan Bosshard habe man einen versierten Nachfolger finden können Bosshard verfüge aufgrund seiner bisherigen Tätigkeiten über die nötige Erfahrung, «ausgewiesene betriebswirtschaftliche Fähigkeiten und einen Sinn für komplexe finanzielle Zusammenhänge». Er werde, zusammen mit allen Mitarbeitenden, die erfolgreiche Arbeit seines Vorgängers für die weiterführen.