Weihnachtlicher Schlusspunkt in Ennetmoos

Der Kirchenchor St.Jakob begeistert mit einem gelungenen Weihnachtskonzert – obwohl zuerst Skepsis herrschte.

Richard Greuter
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Claudia Schilliger dirigierte die Chorgemeinschaft.

Claudia Schilliger dirigierte die Chorgemeinschaft.

Bilder: Richard Greuter, Ennetmoos (5. Januar 2020)

Mit einem wunderschönen Weihnachtskonzert setzte der Kirchenchor St.Jakob in Ennetmoos der Weihnachtszeit einen Tag vor dem Dreikönigstag einen eindrucksvollen Schlusspunkt. Initiiert wurde der «Projektchor-Kirchenchor St.Jakob» von Dirigentin Claudia Schilliger. Durch Verstärkung vom Männerchor und Trachten Stans bildete sich eine Chorgemeinschaft, die sich letzten Sonntag in Höchstform präsentierte.

 Das Panflöten-Ensemble Panocana sorgte für einen angenehmen Kontrast. 2020)

 Das Panflöten-Ensemble Panocana sorgte für einen angenehmen Kontrast. 2020)

Kurz nachdem Schilliger vor einem Jahr den Dirigentenstab übernahm, äusserte sie die Idee eines Weihnachtskonzertes, berichtete Kirchenchor-Präsident Toni Odermatt, als er sich bei der Dirigentin und den Mitwirkenden bedankte. «Wir waren anfänglich skeptisch, aber Claudia hat uns mitgerissen.»

Besinnliche Texte und kraftvolle Melodien

Mitgerissen hatte Schilliger auch die Zuhörer. Bereits eine halbe Stunde vor Konzertbeginn füllte sich die Pfarrkirche, sodass sämtliche Sitzgelegenheiten bald einmal besetzt waren. Inzwischen hatte sich der Projektchor aufgestellt. Die Sängerinnen fein gekleidet mit weisser Bluse und rotem Schal, die Männer mit weissem Hemd und roter Pochette. Als Punkt 17 Uhr der letzte Glockenschlag verstummte, war es plötzlich mäuschenstill. Dann eröffnete Dirigentin Claudia Schilliger das Konzert mit den Liedern «Singet, preiset und lobt den Herrn» und «Lobet Gott im Himmelreich» – zwei African-Noel-Lieder mit bewegenden Texten und kraftvollen Melodien.

Mit ihren frischen Kinderstimmer erfreuten die «Minis und Friends» das Konzertpublikum.

Mit ihren frischen Kinderstimmer erfreuten die «Minis und Friends» das Konzertpublikum.

Einen schönen Kontrast zu den besinnlichen Weihnachtsliedern bildete das Panflöten-Ensemble Panocana. Die zehn von Silvia Amstalden geleiteten Instrumentalistinnen, tasteten sich mit ihren gekonnt vorgetragenen Melodien sanft an die Weihnachtszeit an und schlossen ihre zwei Auftritte mit der modernen Westlife-Melodie «You Raise Me Up». Zum Einsatz kam auch der Kinderchor «Minis und Friends». Unter der Leitung von Corinne Frunz wiesen die herzerfrischenden Kinderstimmen den Weg nach Betlehem. Dazwischen lies Hubert Fuchs die Kirchenorgel erklingen. Danach streifte Pfarreileiter Markus Blöse mit besinnlichen Worten die Weihnachtsgeschichte vom Advent bis zur Geburt von Jesus.

Berührend und ein Ohrenschmaus zugleich war die Ballade vom «Little Drummer-Boy» – aus einer Geschichte, in der ein Junge die Trommel für das Jesuskind schlägt. Das rhythmische Lied, gesungen vom Projektchor, begleitet von Simon Höltschi mit der Trommel, Hubert Fuchs am Klavier und dem Panflöten-Ensemble, ging buchstäblich unter die Haut.

Chorales Zusammenspiel der Solistinnen und Solisten

Es erklangen weitere Höhepunkte wie «Weihnacht, frohe Weihnacht» nach einer Melodie von Karel Svoboda und vor allem das stimmgewaltige Schlusslied «Vater unser». Das Lied, bekannt durch Hanne Haller, vereinte alles, was ein Chor zu bieten hat: tiefgründigen Text, tolle Wechsel der einzelnen Stimmen und ein beispielhaftes Zusammenspiel der Chorgemeinschaft.

Dass das Publikum mit lang anhaltendem Applaus Zugaben verlangte, war selbstverständlich. Ein gelungenes Konzert, welches durchaus nach einer weiteren Zugabe im nächsten Jahr verlangt.