Weisch nu?: Das Buochser Schulhaus interessiert über die Kantonsgrenze hinaus

Vor zehn Jahren stimmten die Buochser dem Kredit für die zweite Etappe des Schulhauses Baumgarten zu. Das Schulhaus dient heute noch als Anschauungsobjekt – nicht nur für Nidwaldner Gemeinden. 

Matthias Piazza
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Der Pavillon diente jahrelang als Provisorium und wurde abgerissen. (Bild: Corinne Glanzmann, Buochs, 28. April 2009)

Der Pavillon diente jahrelang als Provisorium und wurde abgerissen. (Bild: Corinne Glanzmann, Buochs, 28. April 2009)

An den 17. Mai 2009 erinnert sich Klaus Waser noch gut. Damals stimmten die Buochser dem Baukredit in der Höhe von 6,5 Millionen Franken für die Erweiterung des Schulhauses Baumgarten zu. «Ich war sehr erleichtert», blickt der damalige Schulpräsident und jetzt fürs Schulwesen zuständige Gemeinderat zurück. Denn mit dem Urnen-Ja waren die Tage von Provisorien gezählt. «Die Kindergarten-Klassen waren jah­relang weit herum verstreut, im alten Schwesternhaus, das sich in desolatem Zustand befand, und in einem provisorischen Pavillon», erinnert er sich.

So überwältigend war der Ja-Stimmen-Anteil allerdings nicht, standen den 874 Ja- doch 630-Nein-Stimmen gegenüber. Darauf angesprochen, verneint Klaus Waser nicht, dass die höheren Kosten einige Ja-Stimmen hätten gekostet haben können. So kostete die Erweiterung mit 6,5 Millionen Franken fast zwei Millionen mehr als ursprünglich geplant war, dies, weil die Geschossfläche um rund einen Fünftel grösser war als vorgesehen. Auch die Bauteuerung von 13 Prozent habe zu Buche geschlagen.

Schon lange brauchte es mehr Schulzimmer

Nach rund zweijähriger Bauzeit konnten die Kindergärtler im August 2011 den zweiten Teil des neuen Schulhauses in Beschlag nehmen, wo auch vier Primarschulzimmer mit Gruppenräumen sowie Nebenräumen, Archiv- und Lagerräumen untergebracht sind. Der Pavillon und das Schwesternhaus wurden abgebrochen.

Der Bedarf nach neuen Schulräumen war in Buochs schon lange da, wegen steigender Schülerzahlen und neuer Unterrichtsformen, die andere Raumaufteilungen erfordern. Schon im Oktober 2002 begann eine Gestaltungskommission, den Standort für die notwendigen Schulräume zu evaluieren. Im November 2004 stimmten die Buochser einem Baukredit von 8,7 Millionen Franken für die erste Etappe des Schulhauses Baumgarten zu, welche im September 2006 eingeweiht wurde, mit zehn Klassenzimmern, je fünf Gruppenräumen und Musikzimmern, drei Therapiezimmern, einem Werkraum und den Büros für die Schulverwaltung.

«Der ganze Betrag auf einmal wäre an der Urne nicht durchgekommen», ist Klaus Waser sicher. Doch das 15 Millionen Franken teure Projekt habe sich gelohnt. «Seither sind nun alle fünf Kindergarten-Klassen am selben Ort, das macht vieles einfacher.»

«Buochs ist ein Familiendorf»

Klaus Waser spricht von einem Bau mit Vorzeigecharakter: «Nicht nur Verantwortliche aus Beckenried und Emmetten besuchten unser Schulhaus, um sich für ihre Schulhausprojekte inspirieren zu lassen, wir hatten auch schon ausserkantonalen Besuch», erzählt er stolz.

Auf dem Buochser Schulhausareal fahren in den nächsten Jahren keine Baumaschinen auf. «Nach der Sanierung der Sporthalle Breitli vor sechs Jahren sind nun sämtliche Gebäude in einem guten Zustand», hält er fest. Und auch die Schülerzahlen, zurzeit gehen 518 Kinder in Buochs zur Schule oder in den Kindergarten, stagnierten seit Jahren – auf einem hohen Niveau. «Buochs ist von der Schülerzahl auf Rang zwei in Nidwalden, nach Stans und vor Hergiswil mit mehr Einwohnern als Buochs», hält Klaus Waser fest. «Buochs ist ein Familiendorf.»

Was vor zehn Jahren auch noch passierte

Im Kantonsspital Obwalden wird der neue Anbau Notfall eröffnet. Der Notfallstation sind neu Räumlichkeiten für die geplante Notfallpraxis der Hausärzte vorgelagert, damit diese ihren Notfalldienst an Wochenenden und Feiertagen nicht mehr in ihrer eigenen Praxis, sondern im Notfall des Spitals leisten und damit den ambulanten Bereich entlasten.

Nach rund drei Stunden liegt die Treppenskulptur auf den vorbereiteten Stützen und Konsolen am mittelalterlichen Archivturm im Sarner Dorfzentrum. Die neue überdeckte Stahltreppe des Obwaldner Künstlers Kurt Sigrist ersetzt die offene Holztreppe aus dem Jahre 1986, die abbruchreif war und vor allem in nassem Zustand eine erhebliche Unfallgefahr bildete.

Die Stanser wollen, dass die bestehende Gemeindeordnung überprüft und damit die Zusammenlegung von Politischer und Schulgemeinde ins Auge gefasst wird. Das bestimmen sie am 17. Mai 2009 an der Urne mit einem Ja-Stimmen-Anteil von 61 Prozent. Ennetmoos lancierte als erste Nidwaldner Gemeinde die Diskussion um die Einheitsgemeinde schon früher.

Eine neue 110 Quadratmeter grosse Solaranlage auf dem Dach des Kantonsspitals Nidwalden in Stans liefert bis zu 11,5 Kilowatt Strom. Damit lassen sich umgerechnet jährlich 1000 bis 1200 Liter Öl einsparen. Die 180000 Franken teure Fotovoltaikanlage ist parallel zum Einsatz der alten Ölheizung durch eine Wärmepumpe installiert worden.