WELLENBERG: War die Freude damals umsonst?

Trotz zweimaligem Volksnein ist der Wellenberg wieder im Gespräch für radioaktive Abfälle. Die Nidwaldner Bundesparlamentarier zeigen sich befremdet.

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Der Wellenberg oberhalb Wolfenschiessen steht in einer der sechs Gegenden, die sich nach Ansicht der Nagra geologisch für den Bau von Tiefenlagern eignen. Bild Keystone

Der Wellenberg oberhalb Wolfenschiessen steht in einer der sechs Gegenden, die sich nach Ansicht der Nagra geologisch für den Bau von Tiefenlagern eignen. Bild Keystone

«Sehr überrascht, vor allem aber entrüstet» war die erste Reaktion vom Nidwaldner Ständerat Paul Niederberger, als er hörte, dass der Wellenberg plötzlich wieder im Gespräch ist für radioaktive Abfälle. «Der demokratische Entscheid des Nidwaldner Volkes wird offenbar nicht mehr zur Kenntnis genommen.»

Niederberger, von 1996 bis 2007 in der Nidwaldner Regierung, streite nicht ab, «dass die Schweiz ein Problem hat mit der Endlagerung von radioaktiven Abfällen und dass wir dieses Problem lösen müssen». Es gehe aber nicht an, dass ein Kanton, der zweimal Nein gesagt habe, nun wieder im Gespräch sei.

Gleiches meint auch Nationalrat Edi Engelberger. Er kontert auch den Vorwurf, er habe sich als bürgerlicher Politiker verschiedentlich für die Nutzung von Atomstrom ausgesprochen, wolle den Abfall aber nicht im eigenen Kanton.

Adrian Venetz
Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Nidwaldner Zeitung.