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Weniger Lärm an Stansstader Bushaltestellen

Zum ersten Mal in der Zentralschweiz kommt in Stansstad versuchsweise ein neuer, lärmhemmender Waschbeton zum Einsatz.
Philipp Unterschütz
Die Bushaltestelle Schützen in Stansstad wird auf der Fahrbahn mit neuartigen Waschbetonplatten saniert. (Bild: PD)

Die Bushaltestelle Schützen in Stansstad wird auf der Fahrbahn mit neuartigen Waschbetonplatten saniert. (Bild: PD)

In Stansstad entstehen die ersten Bushaltestellen der Zentralschweiz, bei denen eine brandneue Waschbetonstruktur ihre Eigenschaften beweisen kann. Die beiden bestehenden Haltestellen «Schützen» werden von der Gemeinde und vom Kanton hindernisfrei ausgestaltet und saniert. Nach der Trottoiranpassung durch die Gemeinde lässt der Kanton voraussichtlich im Frühling die Betonplatten auf der Fahrbahn einbauen.

Der dabei verwendete Waschbeton mit Splitt-Körnern an der Strassenoberfläche wurde bisher in der Zentralschweiz noch nirgends an Bushaltestellen eingesetzt. Peter Wellauer, Geschäftsführer von Betonsuisse, welche für die Schweizer Betonindustrie die Kommunikations- und Marketingaktivitäten führt, erklärt, dass der Unterschied des neuen Produkts zum bisher gebräuchlichen Beton im Lärmschutz liege. «Der Oberbeton der Platten wird speziell behandelt, sodass eine raue Oberfläche entsteht, welche die Abrollgeräusche der Pneus reduziert.»

Dass bei Bushaltebuchten und bei Haltestellen die auf der Fahrbahn liegen in der Regel Betonplatten eingesetzt werden, liegt vor allem an der höheren Widerstandskraft des Betons im Vergleich zu Asphaltbelägen. «Die Busse halten stets im Bereich weniger Zentimeter. Das gibt eine enorme Belastung, die insbesondere bei warmer Witterung zu Verdrückungen an der Oberfläche führt. Es gibt also eine Art Wulst im Asphalt (Spurrinnen), die auf der Fahrbahn natürlich unerwünscht sind», erklärt Wellauer.

Höhere Einbaukosten, dafür weniger Unterhalt

Dass der Kanton den brandneuen Werkstoff einsetzt, liegt laut Kantonsingenieurin Stephanie von Samson daran, dass man insbesondere bei lärmmindernden Neuheiten am Ball bleiben wolle. «Die Bushaltestellen in Stansstad sind ein Stück weit auch ein Versuch. Wir werden Lärmmessungen machen, um die Wirkung zu prüfen, und wir werden auch die Kosten und den Nutzen analysieren.» Sollte der Waschbeton die erwarteten Eigenschaften erfüllen, wird er wohl auch künftig bei Sanierungen von Bushaltestellen in Nidwalden eingesetzt. Lärmhemmende Beläge kommen aber nur bei Bushaltestellen innerorts zum Zug.

So sieht der neue Waschbeton mit Split-Körnern aus. (Bild: PD)

So sieht der neue Waschbeton mit Split-Körnern aus. (Bild: PD)

Die Kosten nur für die beiden etwa 25 Meter langen Bereiche mit Betonplatten betragen 80000 Franken, insgesamt kostet die Sanierung der beiden Bushaltestellen Gemeinde und Kanton rund 200000 Franken.

Ein weiterer Grund für den Einsatz des Waschbetons liegt auch in den Unterhaltskosten, die laut Stephanie von Samson «merkbar tiefer» seien, als bei Asphaltbelägen. Dies rechtfertige auch die um 20 bis 30 Prozent höheren Einbaukosten. «Betonplatten haben eine Lebensdauer von rund 30 Jahren, man muss nur alle 10 Jahre die Fugen sanieren. Bei Asphaltbelägen muss man dagegen alle 10 bis 15 Jahre den gesamten Deckbelag ersetzen», erklärt Peter Wellauer.

Das Baugesuch liegt bis am 15. Oktober bei der Gemeinde Stansstad auf.

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