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Besonderes Rangertreffen auf dem Stanserhorn

Einen Tag vor dem 1. August treffen sich Rangers aus der ganzen Schweiz und gedenken der weltweit verstorbenen Ranger. Gleichzeitig feierten diesmal die Stanserhorn-Ranger ihren 10. Geburtstag.
Ruedi Wechsler
Ranger Fredy Lussy auf dem höchsten Gipfel - seinem Lieblingsplatz. (Bild: Ruedi Wechsler (Stanserhorn, 31. Juli 2018))

Ranger Fredy Lussy auf dem höchsten Gipfel - seinem Lieblingsplatz. (Bild: Ruedi Wechsler (Stanserhorn, 31. Juli 2018))

«Swiss Rangers» ist die Berufsorganisation für Ranger. Sie sind als Verein organisiert und Mitglied der International Ranger Federation (IRF). Präsident Lukas Schärer arbeitet zu 80 Prozent als Ranger auf der Lombachalp, die zur Gemeinde Habkern gehört. Der gelernte Gärtner und Umwelt-Ingenieur absolvierte die Ranger-Ausbildung an der Försterschule in Lyss und erzählt, dass immer am 31. Juli der World Ranger Day stattfindet, an dem aller verstorbenen Ranger gedacht wird.

«Weltweit verlieren pro Jahr zirka 60 Ranger ihr Leben bei der Arbeit. Vor allem in Afrika kommt es immer wieder vor, dass Nashorn-Wilderer auch vor Rangern (Parkwächtern) keinen Halt machen», erzählt Schärer. In der Schweiz gibt es rund 25 Organisationen, welche Ranger beschäftigen und Verbandsmitglieder sind. Zu denen gehören etwa die Stanserhorn- oder die Reussdelta-Ranger in Flüelen und die Nationalpark-Ranger und der Ranger der Kraftwerke Oberhasli.

Für Lukas Schärer ist der Beruf der Traumjob schlechthin: «Als Ranger ist man draussen in der freien Natur und zwischen Nutzen und Schützen.» Zu den Aufgaben der Ranger gehören Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit, Umweltbildung, Besucherlenkung, Schutzgebietsaufsicht, Pflege- und Reparaturarbeiten, das Leiten von Junior Ranger Gruppen, Wissenschaftliche Untersuchungen und Tourismus/Marketing.

Ranger lehnten Angebot für «Lohn» ab

Fabienne Huber, Marketingverantwortliche der Stanserhornbahn, erklärt, dass alle 16 Stanserhorn-Ranger als Freiwillige arbeiten und mit dem «Milestone» ausgezeichnet wurden – der Anerkennung für touristische Innovationen. «Nach der Auszeichnung stieg die Popularität der Ranger sprunghaft an und gleichzeitig auch die Zahl der Führungen auf dem Stanserhorn. Wir wollten für die Rundgänge etwas verlangen und damit den Rangern ein Entgelt bezahlen», sagt Huber, die auch Ranger-Mum genannt wird, weil sie sich vorbildlich für sie einsetzt. Diese lehnten den Vorschlag vehement ab.

Ein spannender Rundgang beginnt mit Ranger Fredy Lussy, ehemaliger Lehrer aus Stans. Bei den Murmelis treffen wir auf dessen Kollegen Arthur Romano und Martin Gut. Sie freuen sich, das vielfältige Wissen über «ihr» Stanserhorn mit der einmaligen Rundsicht an die Gäste weitergeben zu dürfen. Sie sind seit Anfang mit dabei. Martin Gut war von 2009 bis 2013 Projektleiter der neuen Bahn und ist bestens mit dem Horn vertraut. Der ehemalige Maschinenschlosser und Winti-Ranger Ruedi Speich beseitigt mit seinem Team in der Stadt Winterthur die Neophyten. Dazu gehören Goldruten, Kirschlorbeeren, Sommerflieder und wilde Reben. Am Ende der Führung erzählt Fredy Lussy, dass er diesen Job mit Freude und Stolz ausführe: «Es gibt Tage, da nur die Besucher reden und ich der Zuhörer bin.» Sein Lieblingsplatz ist ganz oben auf dem Gipfel. Einmal blieb unterhalb des Adlerhorsts ein Gleitschirmpilot hängen und wurde von Lussy und seinem Team aus seiner misslichen Lage befreit.

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