Werner Keller Metallbau AG für 160 Jahre Innovation geehrt

Ein mustergültiges Traditionsunternehmen erhielt den Anerkennungspreis 2018 der Gemeinde Hergiswil. Die Wurzeln der Werner Keller Metallbau AG gehen auf eine Schlosserei im Jahr 1858 zurück.

Kurt Liembd
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Strahlende Gesichter an der Preisübergabe: Gemeindepräsident Remo Zberg mit den Preisträgern Martha und Werner Keller sowie Gemeinderätin Christa Blättler (von links). (Bild: Kurt Liembd (Hergiswil, 2. Januar 2019))

Strahlende Gesichter an der Preisübergabe: Gemeindepräsident Remo Zberg mit den Preisträgern Martha und Werner Keller sowie Gemeinderätin Christa Blättler (von links). (Bild: Kurt Liembd (Hergiswil, 2. Januar 2019))

«Unmögliches wird sofort erledigt, Wunder brauchen etwas länger» – dieser schalkhafte Spruch steht nicht etwa in einer Kirche, sondern auf der Webseite der Schlosserei Keller, wie die Firma Keller Metallbau AG früher hiess. Solcher Humor aus dem Hause Keller kommt gut an und passt zur Firmenphilosophie. Wunder können sie zwar nicht vollbringen, jedoch steht im Firmenleitbild: «Wir garantieren unseren Kunden fachmännisch ausgeführte, qualitativ einwandfreie und konstruktiv hochstehende Arbeiten». Dies seit 160 Jahren, gehen doch die Anfänge der Hergiswiler Schlosserei bis ins Jahr 1858 zurück.

Dies hat den Gemeinderat veranlasst, den Anerkennungspreis 2018 dem Traditionsunternehmen zu verleihen. Der Entscheid erwies sich als Volltreffer, erschienen am Dienstag doch über 300 Leute im Loppersaal, um der Preisübergabe beizuwohnen. Gemeindepräsident Remo Zberg lobte in seiner Laudatio die Innovationsfähigkeit und das kreative Schaffen, was ihn bei einer Besichtigung «total beeindruckt» habe. «So viel Innovation, Kreativität, so viel Entwicklung – und das aus dem Herzen der Schweiz, der Innerschweiz, und mit eigenen Top-Leuten und Hergiswiler Entwicklern».

Mit viel Herzblut an ein Stück Metall heran

Aus der einstigen Schlosserei Keller sei in 160 Jahren längst eine moderne, zukunftsgerichtete Unternehmung geworden, so Zberg weiter. Zum Geheimnis des Erfolges sagte er: «Die Mitarbeiter in der Werkstatt machen aus einem Stück Metall ein Stück Kellermetall und das mit viel Herzblut».

Zudem lobte Zberg auch die Lehrlingsausbildung, die Aus- und Weiterbildung, den Berufsstolz auf allen Ebenen, die Sozialkompetenz und die schlanken Strukturen. Das Unternehmen beschäftigt heute rund 117 Mitarbeiter, davon sind 56 Vollzeitstellen in Hergiswil, 11 Vollzeitstellen in Egerkingen und 50 Vollzeitstellen in Dallenwil.

Die Produkte-Palette geht dank modernster Lasertechnik weit darüber hinaus, was man von einer einstigen Schlosserei erwarten würde: Fassaden, Wintergärten, Verglasungen, Türen, Vordächer, Geländer, Stahlkonstruktionen, Balkone, Blecharbeiten jeder Art und sogar Briefkästen.

Nach der Übergabe der Ehrenurkunde und des Preisgeldes von 5000 Franken trat Firmenchef Werner Keller junior ans Rednerpult und bedankte sich mit sinnigen Worten für den Anerkennungspreis. «Anerkennung hat für mich einen grossen Stellenwert, sie ist Balsam, Motor und Motivation zugleich». Die Anerkennung gab er weiter an seine Frau Martha, seinen Vater Werner senior, der ihm die Firma übergeben habe, seinen Bruder Christoph, der die Buchhaltung leitet (Präsident der SVP NW) und seinem Bruder Peter (Nationalrat SVP), der auch immer da sei, wenn er gerufen werde. Den grössten Dank aber richtete Keller an seine Angestellten. «Ich zähle jeden einzelnen Mitarbeiter zu unserer grossen Familie».

Freude auch beim Volkswirtschaftsdirektor

Regierungsrat Othmar Filliger liess es sich nicht nehmen, die Preisübergabe persönlich zu besuchen und sich beim anschliessenden Neujahrsapéro unter die Leute zu mischen. «Die Werner Keller Metallbau AG ist ein Unternehmen, welches diesen Preis absolut verdient». Als Volkswirtschaftsdirektor freue er sich natürlich sehr, dass mit der Preisvergabe ein KMU-Betrieb berücksichtigt werde. Denn KMU seien für die Wirtschaft genauso wichtig wie Grossunternehmen wie etwa die Pilatus Flugzeugwerke oder das Bürgenstock-Resort, so Othmar Filliger. «90 Prozent der Arbeitsplätze werden in Nidwalden von KMUs angeboten». Mit lüpfigen Klängen durch die Kapelle Reto Blättler wurde der Festakt musikalisch umrahmt.