Leserbrief

Wertschätzung beibehalten

«Nidwalden schnürt 20-Millionen-Hilfspaket», Ausgabe vom 26. März

Joseph Niederberger, CVP-Landrat, Oberdorf
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Die Coronakrise löst in breiten Teilen der Bevölkerung Angst und Unsicherheit aus. Viele Betriebe sind in ihrer Existenz bedroht. Der Bundesrat hat mit dem 42 Milliarden-Franken-­Hilfspaket schnell und unbürokratisch gehandelt. Weitere 20 Millionen Franken stellt der Nidwaldner Regierungsrat unseren Unternehmen in Form von Überbrückungskrediten zur Verfügung.

Mit diesen Massnahmen soll eine drohende Entlassungs- und Konkurswelle abgewendet werden. In Zeiten wie diesen ist es wichtig, dass die Regierung positive Zeichen setzt und die Unternehmen nicht im Stich lässt. Eine Konkurswelle könnte einen Dominoeffekt auslösen. Diesen gilt es unbedingt zu verhindern. Wann die Krise zu Ende sein wird, wissen wir alle nicht. Obwohl es im Moment eine unglaubliche Menge an Virenspezialisten zu geben scheint.

Wir dürfen uns schon jetzt Gedanken über die Zeit nach Corona machen. Der Staat hat einen wichtigen Beitrag für die Wirtschaft geleistet. Falls nötig, sind weitere Pakete in Aussicht gestellt worden (Ueli Maurer: «Und wenn morgen neue Probleme auftauchen, dann lösen wir diese wieder»). Auch wir Konsumentinnen und Konsumenten werden gefordert sein. Wir kaufen Produkte und Dienstleistungen bei hiesigen Unternehmen. Mit dieser Verhaltensweise tun wir Gutes für die lokalen Gewerbetreibenden, und es müssten auch nicht täglich tonnenweise Waren aus China importiert werden.

Ein wei­terer Gedankengang gilt den Menschen, die in einem Pflegeberuf ar­beiten. Es ist gut und recht, wenn für sie auf den Balkonen geklatscht wird. Den Menschen in den Pflegeberufen wäre noch besser gedient, wenn sie attraktivere Arbeitsbedingungen hätten. Unser Spital- und Pflegewesen darf nicht kaputtgespart werden. Hier ist die Politik ge­fordert. Sie muss dafür sorgen, dass dem Pflegeberuf auch nach Corona die wohlver­diente Wertschätzung entgegengebracht wird. Diese hätten die Pflegenden übrigens auch vor Corona schon verdient gehabt!