WETTER: Engelberger Aa: Behörden in Alarmbereitschaft

Im Kanton Nidwalden hat es in den letzten Stunden stark geregnet. Insbesondere die Engelberger Aa macht den Behörden Sorgen. Auch die Reuss führt derzeit viel Wasser.

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Der Pegel der Engelberger Aa ist in den letzten Stunden stark angestiegen. (Bild: Bauf)

Der Pegel der Engelberger Aa ist in den letzten Stunden stark angestiegen. (Bild: Bauf)

Wegen den starken Regenfällen in den vergangenen Tagen hat die Engelberger Aa einen kritischen Pegelstand erreicht. Zudem bringen mehrere Seitenbäche viel Wasser zu Tale, wie der Kantonale Führungsstab mitteilt. Bis am Dienstagmittag sind keine nennenswerten Ereignisse zu verzeichnen.

Die Gemeindeführungsstäbe, die Kantonspolizei Nidwalden und die Feuerwehren sind auf Abruf bereit, um Entlastungskorridore zu räumen und weitere Massnahmen einzuleiten. «Die im Einsatz stehenden Stellen überwachen und analysieren die Situation laufend», heisst es weiter. Die Bevölkerung werde informiert, sollte sich die Gefahrenlage ändern.

Aargau: Reuss bereitet Sorgen

Wegen des Dauerregens herrscht im Kanton Aargau am Dienstag angespannte Ruhe. Die Reuss führt deutlich mehr Wasser als zunächst erwartet. Bei der Reuss besteht derzeit die zweite von insgesamt fünf Gefahrenstufen.

In Luzern ist das Stauwehr bei der Reuss nicht voll geöffnet. Laut Urs Egloff, Beauftragter für Hochwasserschutz beim Baudepartement des Kantons Aargau, wird nicht versucht, viel Wasser zurückzuhalten. Man bereite sich vor, in Windisch bei Brugg den mobilen Hochwasserschutz zu installieren, so Egloff.

Das Hochwasser im Aargau werde eigentlich importiert, hielt Egloff fest. Die Kleine Emme habe derzeit ein Zwischenmaximum erreicht. Das Wasser aus diesem Fluss gelangt zusammen mit dem Abfluss des Vierwaldstättersees in die Reuss.

Im Kanton Uri fuhr auf der Gotthardstrecke zwischen Flüelen und Sisikon ein Richtung Luzern fahrender Zug kurz vor 7 Uhr auf einen rund 50 Zentimeter grossen Stein auf, der auf das Geleise gestürzt war. Verletzt wurde niemand. Die Reisenden mussten evakuiert werden. (Zum Artikel »).

Bis zu 100 Liter pro Quadratmeter

Laut den Meteorologen ist die Regenfront noch nicht ausgestanden. Für den ganzen Dienstag erwarteten sie anhaltenden und zum Teil kräftigen Regen. Die Meteorologen schlossen nicht aus, dass bis dann lokal über 100 Liter Regen pro Quadratmeter fallen könnten.

Das Naturgefahrenportal der Eidgenossenschaft naturgefahren.ch stufte die Gefahr durch Dauerregen vom Boden- bis zum Genfersee teilweise als erheblich ein.

An mehreren Gewässern, darunter der Aare, den Jurarand-Seen sowie Hochrhein, Thur, Reuss und Vierwaldstättersee, herrschte mässige Hochwassergefahr. Das entspricht der zweiten von fünf Gefahrenstufen. Für Mittwoch wurde besseres und trockeneres Wetter erwartet.

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rem/sda