Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Wie Ob- und Nidwaldner der Natur auf der Spur waren

Einzigartige Naturerlebnisse verschiedenster Organisationen auf einem Platz erleben – dieses Konzept erwies sich am Wochenende als erfolgreich.
Patricia Helfenstein
Agnes Michel (links) und Michèle Dall’Omo lassen sich von Gusti Berchtold, Stand des Jagdschutzvereins Wildtierpräparate zeigen. (Bild: Patricia Helfenstein (Sarnen, 26. Mai 2018))

Agnes Michel (links) und Michèle Dall’Omo lassen sich von Gusti Berchtold, Stand des Jagdschutzvereins Wildtierpräparate zeigen. (Bild: Patricia Helfenstein (Sarnen, 26. Mai 2018))

Ein bunter Strauss an Naturerlebnissen für die ganze Schweiz: Am Wochenende des internationalen Tags der Biodiversität bot das Festival der Natur schweizweit rund 750 Veranstaltungen zu Natur, Artenvielfalt und Ökologie an, um die Bedeutung der biologischen Vielfalt bewusst zu machen. Auf dem Platz vor dem Coop Center in Sarnen haben am Samstag acht Veranstalter aus Ob- und Nidwalden ihre Stände aufgestellt und durften eine grosse Besucherschar empfangen.

Gusti Berchtold vom Jagdschutzverein Obwalden ist hoch erfreut über das grosse Interesse der Bevölkerung am Jagdmobil. Dieses zeigt unter anderem eine grosse Anzahl Präparate von Tieren, die bei uns heimisch sind. Berchtold und sein Team beantworten an diesem Tag viele Fragen. Eine hat ihn sehr beschäftigt, wie er sagt: «Eine Dame hat auf das kleine ausgestopfte Gamskitz gezeigt und gefragt, wie ich so was einfach erschiessen könne. Dieser Dame konnte ich dann erklären, dass der Jäger nicht solche Kleintiere schiesst. Wir Jäger hegen und pflegen das Wild und den Wald. Gerade Jungtiere retten wir zum Beispiel vor dem Mähtod, indem wir Felder mit Scheuchen «verblenden». Viele Besucher seien erstaunt gewesen über die grosse präsentierte Artenvielfalt. «Den Besuchern ist oft gar nicht bewusst, was bei uns alles lebt», sagt Berchtold.

Alex Fries von Pro Natura Unterwalden zeigt den Besuchern die grosse Vielfalt an Wildpflanzen für Garten und Balkon. Diese bieten Nahrung für verschiedenste Insekten und andere Lebewesen. Fries wird unterstützt von Daniel Egger, ebenfalls Naturgärtner. Egger erklärt: «So auffällig schön eine Forsythia blüht, sie gibt keine Nahrung ab. Wohingegen die ebenfalls wunderbar gelb blühende Kornelkirsche (Cornus Mas) mit ihren nektar- und pollenreichen Blüten für Bienen und andere Insekten eine frühe und sehr willkommene Futterquelle ist. Die ausgereiften Beeren der Kornelkirsche sind im Herbst dann Nahrung für die Vögel.» Die Kornelkirsche nenne man darum auch «Tierlibaum», weiss Ursula Vogel-Schwank von der Naturforschenden Gesellschaft (Nagon) zu berichten: «Selbst die Kerne der Frucht bieten Nahrung für Wildtiere, zum Beispiel für die Mäuse.»

Helen Schärli aus Sachseln kommt mit einer Frage zu Fries: «Ich habe gelesen, dass in Deutschland bis zu 70 Prozent weniger Insekten leben als früher. Kann das wirklich sein? Und wie verhält es sich bei uns in der Schweiz?» Fries bestätigt den enormen Rückgang, der auch in der Schweiz zu verzeichnen sei und warnt: «Dieser Bumerang kommt unweigerlich, wenn weiterhin so mit Pestiziden und Umweltgiften gearbeitet wird.» Die Biodiversität nehme auch in der Schweiz «in beängstigendem Ausmass ab. Die Hälfte der Lebensräume und ein Drittel der Arten sind bedroht», schreiben die Veranstalter in einer Mitteilung. Die Organisationen aus Ob- und Nidwalden, die das Festival präsentieren, arbeiten Hand in Hand für ein gemeinsames Ziel. Fries formuliert es so: «Wir wollen unsere Natur und die bedrohte Artenvielfalt schützen.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.