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WIESENBERG: Strassensperrung hilft Luftseilbahn

Im vergangenen Jahr verzeichnete die Luftseilbahn Dallenwil–Wiesenberg rekordverdächtige Frequenzen, wie an der GV der Seilbahngenossenschaft bekannt wurde. Nun gilt es, den Neubau zu finanzieren.
Franz Niederberger
Die Luftseilbahn Dallenwil-Wiesenberg profitiert von der Strassensperrung. (Bild: Archiv NZ / PD)

Die Luftseilbahn Dallenwil-Wiesenberg profitiert von der Strassensperrung. (Bild: Archiv NZ / PD)

Franz Niederberger

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

116 Stimmberechtigte begrüsste Genossenschaftspräsident Hermann Gut im Restaurant Alpenhof auf Wiesenberg am vergangenen Samstag. Im Zentrum seines Rückblicks an der Generalversammlung der Seilbahngenossenschaft stand der Betrieb der Luftseilbahnanlage Dallenwil–Wiesenberg, den Betriebsleiter James Odermatt zusammen mit Aushilfen bewältigt, rund 100 Stunden pro Woche. Bei der jährlichen Schulung des Personals standen Themen wie die Bedienung des Notantriebes, der Unterhalt oder Aktionen für die Kunden auf der Traktandenliste.

«Des einen Freud, des andern Leid», äusserte sich Hermann Gut zur Sperrung der Wiesenbergstrasse, sie war ein wesentlicher Grund für die rund 19000 Frequenzen der Bahn. «Weitere gute Jahre sind in Aussicht», stellte der Präsident mit einer Prise Humor und mit Ausblick auf die bis ins Jahr 2042 geplanten Arbeiten an der Strasse fest. Ausgezeichnet verlief die Zusammenarbeit mit der Stanserhornbahn und der Luftseilbahn Dallenwil–Wirzweli, deren technischer Leiter Ueli Mathis sich auch um die Belange der Wiesenbergbahn kümmert. Das Sturmtief Burglind sorgte bei der Luftseilbahn Dallenwil–Wiesenberg für einen zweitägigen Betriebsunterbruch, auf Wiesenberg wurde ein Trag- und Zugseil aus den Rollen gehoben. «Grossen Goodwill durften wir beim Betrieb der Bahn aus allen Schichten erfahren. In den nächsten Jahren werden wir an einem Scheideweg angelangt sein, ich bin gespannt, wie die Zukunft der Bahn aussehen wird», blickte Hermann Gut am Schluss des Rückblickes voraus.

Wanderwegprojekt vorerst auf Eis

Als Hauptgrund des Überschusses von knapp 70000 Franken nannte Kassierin Josy Joller die sehr guten Frequenzen. Mit Applaus wurden Josy Joller, Ruedi Durrer und Niklaus Reinhard für weitere drei Jahre in ihren Ämtern als Vorstandsmitglieder bestätigt.

Als optimal bezeichnete Vorstandsmitglied Norbert Furrer die Zusammenarbeit mit der Wirzweli-Bahn. Die gemeinsamen Projekt- und Arbeitsgruppen kümmern sich im Gebiet Wiesenberg–Wirzweli um den Tourismus und auch um die Wanderwege. So konnten ein gemeinsamer Prospekt sowie ein Rundreise-Billett ausgearbeitet werden. Ein neuer Wanderweg soll die beiden Bergstationen verbinden, für 2,6 Kilometer des rund 3 Kilometer langen Wanderweges waren die Einverständnisse der Grundeigentümer vorhanden. Für einen notwendigen Projektierungskredit von der Gemeinde Dallenwil müssen aber Zusagen für das ganze Wegnetz vorliegen, weshalb das Projekt momentan nicht weiterverfolgt werden kann.

Projekt für Neubau evaluiert

Dank der Zusage des Kredites von 20000 Franken an der letztjährigen Generalversammlung konnte an der Planung des Neubaus der inzwischen 83-jährigen Anlage weitergearbeitet werden. Aus den drei vorhandenen Projekten evaluierte die Baukommission mit Präsident Niklaus Reinhard das Projekt Innauen Schätti, Schwanden. «Dieses Projekt besticht durch technische Innovation, es müssen weniger neue Masten erstellt werden, weshalb auch die Kosten tiefer liegen», äusserte sich Reinhard. Insgesamt wird von Investitionen von rund 5 Millionen Franken ausgegangen.

Finanzierung der neuen Bahn ist Herkulesaufgabe

Die Finanzierung werde eine grosse Hürde, intensive Gespräche mit dem Kanton und der Gemeinde Dallenwil seien unabdingbar. «Der Wille zum Bau einer neuen Bahn muss spürbar sein, die ohne Zweifel aus dem Dorfbild nicht wegzudenken ist und eine wichtige Zubringerfunktion erfüllt. Die Baukommission steht nicht unter Zeitdruck, aber ein ausführungstaugliches Projekt muss am Ende der Lebensdauer der Bahn in den Startlöchern sein», so Reinhard.

Präsident Hermann Gut an der GV der Seilbahngenossenschaft. (Bild: Franz Niederberger)

Präsident Hermann Gut an der GV der Seilbahngenossenschaft. (Bild: Franz Niederberger)

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