WIESENBERGSTRASSE: Strassen-Sperrung stösst auf Unverständnis

Bewohner von Wiesenberg und Wirzweli laufen Sturm gegen die Sperrung ihrer Strasse. Ein Komitee hat 300 Unterschriften für die temporäre Öffnung der Bergstrasse während der Bauarbeiten gesammelt.

Pd/Rem
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Die Petition fordert, dass die Wiesenbergstrasse (Bild) auch während der Bauphasen geöffnet bleiben muss. (Bild: Archiv Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Die Petition fordert, dass die Wiesenbergstrasse (Bild) auch während der Bauphasen geöffnet bleiben muss. (Bild: Archiv Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Das Komitee «Pro-Wiesenbergstrasse» hat innert zwei Wochen 300 Unterschriften gesammelt. Die Petition, die am Mittwochnachmittag dem Nidwaldner Baudirektor Hans Wicki in Stans übergeben wird, fordert, dass die Wiesenbergstrasse während der Bauphasen «wenn immer möglich geöffnet bleiben muss», um die Erschliessung des Gebiets Wiesenberg und Wirzweli zu gewährleisten.

Konkret fordert die Petition, dass die Wiesenbergstrasse von abends 17.30 Uhr bis morgens 7 Uhr, vormittags während der Znünipause von 9.-9.15 Uhr sowie mittags von 12 bis 13 Uhr frei befahrbar sein muss. An den Wochenenden muss die Strasse ohne Einschränkungen befahrbar sein.

«Keine Gründe für eine Sperrung»

Hintergrund der Petition sind die Erfahrungen mit den aktuellen Bauarbeiten an der Kantonsstrasse nach dem Erdrutsch vom vergangenen Dezember. «Während den Sanierungsarbeiten wurden der Bevölkerung während vieler Wochen zweckmässige Zeitfenster zum Befahren verweigert, obwohl es dafür weder bautechnische Gründe noch Sicherheitsgründe gab», schreibt das Komitee am Dienstag in einer Mitteilung. In den zahlreichen Bauphasen der Vergangenheit war es jeweils auch möglich, mehrere Zeitfenster tagsüber zu errichten. Die Petitionäre sind zum Grossteil Bewohner von Wiesenberg und Wirzweli, Gewerbetreibende und Lieferanten, die darauf angewiesen sind, ihre Auftraggeber und Kunden im Gebiet zu erreichen.

Sperrung, obwohl nicht gearbeitet wird

Der grosse Ächerlipass nach Obwalden als Ausweichroute ist nach Ansicht des Komitees nicht praktikabel. Auf grosses Unverständnis stösst bei den Bewohnern von Wiesenberg beispielsweise, dass um die Wochenenden von Auffahrt und Fronleichnam zweiwöchige Vollsperrungen verfügt werden, obwohl an diesen Wochenenden ganz bestimmt nicht gearbeitet werde.

Das fordern die Petitionäre


  • Die Landwirtschaftsbetriebe und Alpbetriebe müssen erreichbar sein für Lieferungen von Material und Futtermitteln.
  • Tierarzt und Besamungstechniker müssen auf die Betriebe zufahren können.
  • Monteure und Handwerker für den Unterhalt von Maschinen und Gebäuden müssen das Gebiet erreichen können.
  • Um die Alp- und Stufenbetriebe bewirtschaften zu können, müssen viele Wege zwischen dem Tal und Wiesenberg zurückgelegt werden.
  • Zahlreiche Personen leben im Gebiet Wiesenberg/Wirzweli und arbeiten im Tal. Insbesondere Arbeitnehmer mit unregelmässigen Arbeitszeiten sind auf die Zeitfenster tagsüber angewiesen.
  • Die Bevölkerung von Wiesenberg muss ihre persönlichen Termine wahrnehmen können.