WILDRUHEGEBIETE: Kontrolleure haben Auge zugedrückt

In der ersten Wintersaison mit Wildruhegebieten wurde zurückhaltend kontrolliert. Gründe waren eine hohe Akzeptanz. Und fehlende Signalisationen.

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Vergnügte Skifahrerin vor dem Spannort.(Themenbild Roger Christen/Neue NZ)

Vergnügte Skifahrerin vor dem Spannort.(Themenbild Roger Christen/Neue NZ)

Vor bald einem Jahr hat der Regierungsrat Wildruhegebiete mit einer Gesamtfläche von etwa 2000 Hektaren ausgeschieden. Damit wurde es möglich, Wintersportler und Erholungssuchende, welche die Winterruhe des Wildes in diesen Gebieten beeinträchtigen, vor Ort zu büssen.

Doch wie eine Nachfrage zeigt, agierten die Kontrolleure (Wildhüter, Polizei und Pistenpatrouilleure) bisher zurückhaltend. Nach Auskunft von Fabian Bieri, Abteilungsleiter Jagd und Fischerei Kanton Nidwalden, sind einzig im Gebiet zwischen Titlis-Stand und Trübsee in Engelberg 12 Personen gebüsst worden

Viele Anbieter oder Guides von Touren hätten beim Kanton Informationen über die Wildruhegebiete eingeholt, erzählt Fabian Bieri. Auch die Bergbahnen hätten dafür gesorgt, dass der Wildschutz zum Tragen gekommen sei.

Im Gebiet Haldigrat waren die fehlenden Tafeln mit ein Grund, dass Freerider nicht zur Kasse gebeten worden sind. «Viele Auswärtige fahren diese Hänge hinunter. Wir haben Rücksicht darauf genommen, dass sie wegen fehlender Tafeln und ungenügender Unterstützung des Eigentümers allenfalls zu wenig über den Verlauf des Wildruhegebietes im Bild waren.» Bieri räumt aber ein: «Am Haldigrat hatte man die grössten Probleme mit Freeridern, die ins Wildruhegebiet hineingefahren sind.»

Geri Wyss

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Nidwaldner Zeitung.