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Winterstürme trüben Wanderfreude in Ob- und Nidwalden

Die Winterstürme haben ihre Spuren hinterlassen. Umgefallene Bäume versperren vielerorts Wanderwege. Es dürfte Herbst werden, bis alle Schäden beseitigt sind.
Matthias Piazza
Sichtbare Folgen der Winterstürme: Der ramponierte Wander- und Bikeweg Horweli-Lochalp auf Alpnacher Boden. (Bild: PD)

Sichtbare Folgen der Winterstürme: Der ramponierte Wander- und Bikeweg Horweli-Lochalp auf Alpnacher Boden. (Bild: PD)

Das Sturmtief Burglind, das am 2. und 3. Januar dieses Jahres mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 226 Kilometern pro Stunde durchs Land fegte, hat in den Nidwaldner Wäldern seine Spuren hinterlassen. Rund 10000 Kubikmeter Holz fielen dem Sturm zum Opfer, was nahezu einer halben Jahresnutzung entspricht. Das hat auch einen spürbaren Einfluss auf das 630 Kilometer lange Wandwegnetz, das zu grossen Teilen durch Wälder führt. «Einige Wegabschnitte sind noch immer gesperrt, weil die Benutzung einfach zu gefährlich wäre», sagt Rudolf Günter, kantonaler Oberförster und Leiter der Fachstelle Wanderwege. Besonders betroffen ist das Wolfenschiesser Gemeindegebiet, dies aus dem einfachen Grund, da sich ein Grossteil der Nidwaldner Wanderwege (175 Kilometer oder 28 Prozent) dort befindet. So hat der Wolfenschiesser Gemeindepräsident Wendelin Odermatt an der Gemeindeversammlung vor kurzem denn auch erwähnt, dass die Wege an gewissen Orten recht ramponiert seien.

Grundsätzlich sind die Gemeinden für den Unterhalt der Wanderwege zuständig. Doch die Korporationen und Alpgenossenschaften, denen der grösste Teil der Nidwaldner Wälder gehört, räumen das Schadholz im Rahmen von Holzschlägen zuweilen auch auf den Wegen. Nun, ziemlich genau ein halbes Jahr nach dem heftigen Sturm, sind die grössten Sturmschäden in den Wäldern behoben. Doch rechnet Rudolf Günter, dass es noch einige Wochen dauern könne, bis sämtliche Spuren beseitigt sind. Aus Sicherheitsgründen wurden umgefallene Bäume in der Nähe von Wildbächen oder Strassen prioritär geräumt. Im besten Fall sollten laut Rudolf Günter, der im Verein Nidwaldner Wanderwege auch technischer Leiter ist, bis im Herbst wieder alle Wanderwege ungehindert begehbar sein.

Wer auf den Pilatus will, muss mehr Zeit einplanen

Ähnlich präsentiert sich die Situation in Obwalden, wo neun Abschnitte gesperrt sind. Die Wanderer müssen Umgehungen in Kauf nehmen. Voraussichtlich bis kommenden Herbst ist der Bergwanderweg am Pilatus von Alpnachstad nach Ämsigen ab Grossrüti wegen grosser Sturmschäden gesperrt. Wer auf den Pilatus will, muss den Umweg über Schürmatt–Stöckloch, über Schürmatt–Chretzen oder über die Lütholdsmatt nehmen, womit sich die Wanderzeit um gut eine halbe Stunde auf viereinhalb Stunden verlängert.

«Die Stürme im November und Anfang Januar haben grosse Schäden an unseren Wanderwegen angerichtet», bestätigt auch Otti Küng, Präsident der Obwaldner Wanderwege. Mancherorts sind bei vereinzelt umgestürzten Bäumen mit Vorsicht kleinräumliche Umgehungen möglich. Er hofft, dass die meisten Wanderwege bis Ende des Monats wieder begehbar sind. Bis dahin appelliert er an die Wanderer und Biker, die Absperrungen zu respektieren. «Wer einen gesperrten Weg trotzdem begeht, könnte sich in eine gefährliche Situation begeben, wenn er umgestürzten Bäumen ausweichen muss.»

Informationen über Sperrungen: www.nw-wanderwege.ch und www.ow-wanderwege.ch

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