WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG: SVP will Fördergeld aus Bussentopf

Der Kanton soll Jungunternehmern finanziell unter die Arme greifen - mit Bussengeldern. Das fordert SVP-Landrat Martin Zimmermann in seiner Motion.

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Ein Polizist schreibt am Lopper einen Bussenzettel. (Archivbild Fabian Fellmann/Neue NZ)

Ein Polizist schreibt am Lopper einen Bussenzettel. (Archivbild Fabian Fellmann/Neue NZ)

Rund 3 Millionen Franken sind als Bussen 2008 in die Kasse des Kantons Nidwalden geflossen. Zimmermann will diese Gelder künftig zweckgebunden verwenden - für Jungunternehmer. Er hat dafür bei der Regierung eine Motion eingereicht. «Wer heute ein neues Unternehmen aufbauen will, kommt sehr schwer an das dafür notwendige Kapital», begründet Zimmermann.

Geht es nach dem Willen des Motionärs, würden die Bussen in der Staatsrechnung unter einer neuen Position bei der Wirtschaftsförderung für Jungunternehmer budgetiert

Politexperte Iwan Rickenbacher findet Bussengelder ein wenig taugliches Mittel, um damit Jungunternehmer zu fördern. «Um solche Start-up-Projekte seriös und erfolgreich zu finanzieren, braucht es einen langen Atem und eine professionelle Begleitung. Bussengelder mit ihren unberechenbaren Einnahmehöhen sind dafür nicht geeignet.»

Matthias Piazza

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der «Neuen Nidwaldner Zeitung» vom Montag, 2. November.