WOHNEN: Nidwaldner Regierung schlägt Bonus für Baugenossenschaften vor

In Nidwalden sollen Baugenossenschaften zum Erstellen von preiswerten Wohnungen animiert werden. Die Gemeinden sollen Zonen festlegen können, in denen gemeinnützige Wohnbauträger breiter oder höher bauen können als die anderen Bauherren.

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Der Regierungsrat schlägt vor, den Bau preiswerter Wohnungen dadurch zu fördern, indem den gemeinnützigen Wohnbauträgern ein Bonus gewährt werden kann. Auf dem Bild eine Baustelle in Buochs. (Archivbild Corinne Glanzmann)

Der Regierungsrat schlägt vor, den Bau preiswerter Wohnungen dadurch zu fördern, indem den gemeinnützigen Wohnbauträgern ein Bonus gewährt werden kann. Auf dem Bild eine Baustelle in Buochs. (Archivbild Corinne Glanzmann)

Dies schlägt der Regierungsrat in seinem Entwurf zu einem Wohnbauförderungsgesetz vor, das er bis am 17. Juni in die Vernehmlassung geschickt hat. Die Stimmberechtigten hatten 2014 die Regierung beauftragt, eine Vorlage zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum auszuarbeiten, als sie mit einem Ja-Stimmen-Anteil von über 70 Prozent einen Gegenvorschlag zu einer Initiative der SP/Juso guthiessen.

Der Regierungsrat schlägt vor, den Bau preiswerter Wohnungen dadurch zu fördern, indem den gemeinnützigen Wohnbauträgern ein Bonus gewährt werden kann. Die Beschränkung auf anerkannte Baugenossenschaften soll eine einfache Umsetzung erlauben.

Der Bonus soll nur gewährt, wenn die gemeinnützigen Wohnbauträger in speziellen, von den Gemeinden bezeichneten Gebieten bauen. Damit will der Regierungsrat die Autonomie der Gemeinden wahren. Eine Verpflichtung, solche Zonen zu schaffen, soll es nicht geben.

Der von der Regierung vorgeschlagene Bonus besteht darin, dass Baugenossenschaft ihre Grundstücke, die in einer Förderzone liegen, stärker ausnützen können. So soll mehr in die Breite oder ein zusätzliches Geschoss gebaut werden können. Das zusätzliche Geschoss soll es erlauben, dass auch bestehende Genossenschaftsbauten vom Bonus profitieren können.

Den Bonus sollen die gemeinnützigen Wohnbauträger nur erhalten, wenn ihnen das Grundstück, auf dem sie bauen, gehört. Der Verkauf des Grundstückes wird beschränkt. Neu soll sich der Kanton am Kapital von gemeinnützigen Wohnbauträgern beteiligen können. (sda)