Wohnungsbau als positiver Treiber in Ob- und Nidwalden

Der Baumeisterverband Unterwalden registriert für 2019 ein klares Plus im Hochbau.

Alex Piazza, Apimedia
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Matthias von Ah (rechts), Präsident des Baumeisterverbandes Unterwalden, mit Geschäftsführer Kurt A. Zurfluh.

Matthias von Ah (rechts), Präsident des Baumeisterverbandes Unterwalden, mit Geschäftsführer Kurt A. Zurfluh.

Bild: Apimedia/PD

Die im März angesetzte Generalversammlung des Baumeisterverbandes Unterwalden (BVUW) im Restaurant Schlüssel in Alpnach wurde infolge der tief greifenden Coronavirus-Massnahmen kurzfristig abgesagt. Dem Jahresbericht von Präsident Matthias von Ah ist aber zu entnehmen, dass das Jahr 2019 für die Zentralschweizer Bauwirtschaft «ein durchschnittlich gutes» war. Der Preiskampf habe sich verschärft und der Markt sei noch rauer geworden, die Bautätigkeit bewege sich jedoch ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres.

Im Verbandsgebiet des Baumeisterverbands Unterwalden sind die Umsätze stark gestiegen (Obwalden +33,6%; Nidwalden +15,6%). Im Hochbau zeigte sich im Vergleich zur gesamtschweizerischen Situation (+7%) eine überdurchschnittliche Entwicklung. Im Kanton Obwalden resultierte ein Plus von 98,5%, im Kanton Nidwalden von 64,3%, wobei der Wohnungsbau (Obwalden +215,8%; Nidwalden +103,2%) als positiver Treiber wirkte.

Mehr neue Lehrverträge abgeschlossen

Zu den grossen Herausforderungen der Branche gehört laut Verbandsgeschäftsführer Kurt A. Zurfluh weiterhin die Nachwuchsförderung: «Die Zahl der neu eintretenden Lernenden sank 2019 bei den Maurerlehrhallen Sursee von 371 auf 342.» In den Kantonen Ob- und Nidwalden sei die Situation etwas anders, starteten doch 16 Jugendliche eine Lehre im Bauhauptgewerbe, was einer Zunahme von 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. «Dennoch sind die Baumeister und ihre Berufsbildner angehalten, Jugendliche bei jeder Gelegenheit auf die attraktiven Lehrberufe und die guten Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten aufmerksam zu machen», so Zurfluh weiter.

Elektronisches Tool für mehr Transparenz im Markt

Mit dem Informationssystem Allianz Bau (ISAB) versucht der Schweizerische Baumeisterverband, zusammen mit dem Ausbaugewerbe und den Sozialpartnern auf der Arbeitnehmerseite, Transparenz im Markt zu schaffen und einen fairen Wettbewerb zu erwirken.

Das elektronische Tool wurde im letzten Jahr erfolgreich gestartet. «Die Entwicklung der ISAB-Datenbank dauerte zwar etwas länger als geplant, doch nun können die ISAB-Cards bestellt und die GAV-Bescheinigungen von allen dem Bauhauptgewerbe unterstellten Firmen selbstständig heruntergeladen werden», sagt Präsident Matthias von Ah. «Wenn die Vergabebehörden nun noch ihrer Pflicht nachkommen und diese Bescheinigungen bei der Offerteingabe einfordern, sind wir dem Ziel, die Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichwertig zu schützen, einen grossen Schritt näher gekommen.»

Die ZBV-Bautagung, die immer mehr zum Treffpunkt der Zentralschweizer Bauwelt wird, findet am 25. November 2020 im Hotel Paxmontana in Flüeli-Ranft statt.