WOHNUNGSBAU: Kanton soll sich in Nidwalden vom Wohnungsmarkt fernhalten

Im Kanton Nidwalden sollen in der öffentlichen Zone keine preisgünstigen Wohnungen angeboten werden können. Der Regierungsrat hat die Gesetzesvorlage zur Förderung von bezahlbaren Wohnraum auf Grund der Vernehmlassung angepasst.

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Blick auf die Region Stans. (Bild: Photoramacolor)

Blick auf die Region Stans. (Bild: Photoramacolor)

Die Vernehmlassung habe den Regierungsrat in seiner Meinung bestärkt, dass der Staat nicht selber aktiv auf dem Wohnungsmarkt auftreten solle, teilte die Staatskanzlei am Freitag mit. Der Wohnungsbau solle somit weiterhin in den dafür vorgesehenen Wohnzonen und den gemischten Zonen stattfinden.

Die anderen Punkte der Gesetzesvorlage wurden gemäss der Mitteilung von den Vernehmlassungsteilnehmern bestätigt. So soll eine neue Zone mit Nutzungsbonus geschaffen werden. Diese Zone kann andere Zonen, welche überwiegend zu Wohnzwecken genutzt werden, überlagern. Gemeinnützige Wohnbauträger sollen in der überlagerten Zone in den Genuss einer höheren Ausnützung kommen.

Weiter sollen sich die Gemeinden und der Kanton künftig am Kapital von gemeinnützigen Wohnbauträgern beteiligen können. Und die Möglichkeit soll weiterhin bestehen, dass die Gemeinden und der Kanton gemeinnützigen Wohnbauträgern Land im Baurecht abgeben.

Das Planungs- und Baugesetz soll zudem ergänzt werden. Die Gemeinden sollen neu Einzonungsvereinbarungen abschliessen können, in welchen die Erstellung von preisgünstigem Wohnraum festgeschrieben wird.

Ende September 2014 hatten 71,5 Prozent der Stimmenden den Regierungsrat beauftragt, Instrumente zur Verfügung zu stellen, um preisgünstigen Wohnraum zu fördern. (sda)