Wolfenschiessen
1200 Unterschriften gesammelt: Nidwalden soll mehr Bikewege erhalten

Mit einer Petition möchte die IG Bike- und Wanderwege Wolfenschiessen das Bikenetz verbessern. Am Mittwoch übergab die IG ihr Anliegen der Nidwaldner Regierung.

Richard Greuter
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Mit einer Petition möchte die IG Bike- und Wanderwege Wolfenschiessen, dass in Nidwalden mehr Wege für Mountainbiker zur Verfügung stehen. «Schaffung einer kantonalen zusammenhängenden Infrastruktur für Mountainbiker im Kanton Nidwalden» heisst die Petition. Die Sammlung der Unterschriften erfolgte online und dauerte etwas mehr als drei Monate.

Am Mittwoch übergab IG-Präsidentin Nora-Lina Burch, unterstützt von Alexander Schuler und Richi Fürsinger, die Unterschriften an Regierungsrat Joe Christen in Stans. «Unser Hauptanliegen ist, dass wir in Nidwalden die Zukunft planen, wie Biker und Wanderer aneinander vorbeikommen», sagte Nora-Lina Burch, Präsidentin der IG. «Das Ziel ist, bestehende Wanderwege so anzupassen, dass sie Biker und Wanderer gemeinsam benützen können», erklärte Burch. Und weiter sagte sie: «Dort, wo dies nicht möglich ist, sollte für Biker eine separate Lösung gefunden werden.»

Nora-Lina Burch, Präsidentin IG Biker- und Wanderwege Wolfenschiessen, sowie Alexander Schuler (links) und Richi Fürsinger (rechts) übergeben Regierungsrat Joe Christen die Petition mit 1200 Unterschriften.

Nora-Lina Burch, Präsidentin IG Biker- und Wanderwege Wolfenschiessen, sowie Alexander Schuler (links) und Richi Fürsinger (rechts) übergeben Regierungsrat Joe Christen die Petition mit 1200 Unterschriften.

Bild: Richard Greuter (Stans, 27. Oktober 2021)

«Hier möchten wir Klarheit schaffen!»

Dabei haben die Petitionäre auch an die Landbesitzer gedacht. Ihr Anliegen möchten sie im Einvernehmen und Zusammenarbeit mit den Grundeigentümern realisieren. «Das Ganze soll auch zum Wohl der Landbesitzer sein», wünschte sich Nora-Lina Burch. Ein weiteres Ziel der Petitionäre ist es auch, die Unsicherheit zwischen legal und illegal zu beseitigen. Wer im Kanton Nidwalden mit dem Bike unterwegs sei, wisse nie genau, ob die Fahrt legal oder illegal sei. «Hier möchten wir Klarheit schaffen», hält Burch fest.

Für den Landwirtschaft- und Umweltdirektor Joe Christen ist das Thema nicht neu. Bereits vor einiger Zeit wurde eine Koordinationsstelle für Mountainbiker in Nidwalden geschaffen. Diese sei bei der Fachstelle Wanderwege angesiedelt. Im Moment laufe der Budgetprozess für das kommende Jahr, dabei sei ein Betrag von 50'000 Franken zur Überprüfung der Gesetze vorgesehen, sagte Christen. «Die Frage ist, was müssen wir anpassen», sagte der FDP-Politiker. Geregelt werden müssten die Aufgaben und die Finanzierung zwischen dem Tourismus, den Gemeinden und dem Kanton. «Wir müssen kanalisieren, wo kann Biken stattfinden und wo nicht», sagte der Regierungsrat gegenüber unserer Zeitung.

In Nidwalden sind derzeit 140 Kilometer Mountainbiker-Routen signalisiert. Davon befinden sich 100 Kilometer auf Asphaltstrassen. Nur gerade drei Kilometer sind Naturwege, der Rest sind Forststrassen.

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