WOLFENSCHIESSEN: Chrüzlistreich-Chlöpfen für Nidwaldner

Geisselnchlöpfen ist in. Das bewies die Schar Interessierter, welche in Wolfenschiessen in einem Kurs die hohe Kunst des Chlöpfens übte.

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Lorenz Hess beim Geiselchlöpfkurs in Wolfenschiessen. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ).

Lorenz Hess beim Geiselchlöpfkurs in Wolfenschiessen. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ).

Es chlöpft an diesem Abend auf dem Schulhausplatz des Wolfenschiesser Aa-Schulhauses. Rund zwanzig Verbissene trotzen Nieselregen und Kälte. Sie lassen sich von Beat Mathis in die Kunst des Chrüzlistreichs einführen, einer speziellen Art des Geisselnchlöpfens. Die Geissel benimmt sich bei vielen noch etwas widerspenstig. «Ich muss noch mehr mit Schwung und weniger mit Kraft arbeiten. Darum bin ich noch etwas verkrampft», meint Bruno Zimmermann aus Buochs. Er und sein Kollege wollen das Geisselnchlöpfen im Trachtenverein Buochs einsetzen.

Den Chrüzlistreich «importieren»
Beat Mathis, der als Sattler selber Geisseln herstellt, gibt diesen Kurs schon zum zweiten Mal. Angefragt wurde er von der Frauengemeinschaft Wolfenschiessen. «Ich will das Chrüzlistreich-Chlepfen in unserer Gegend verbreiten. Dies ist unserem Kanton noch gänzlich unbekannt.» Dabei wird die Geissel mit einer Hand kunstvoll über dem Kopf geschwungen. Die Geissel wird abwechslungsweise von der rechten auf die linke Hand gewechselt, was auch Kraft und Geschicklichkeit verlangt.

Matthias Piazza

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Sonntag in der «Zentralschweiz am Sonntag».