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Wolfenschiessen empfängt Medaillengewinner

Wolfenschiessen begrüsst zahlreiche Gewinner. Vor allem für die Seilzieher und Schützen ist es ein grosser Tag.
Ruedi Wechsler
Die Geehrten werden in einer Kutsche durchs Dorf gefahren. Im Vordergrund die Schützinnen Marina Schnider (links) und Nina Christen. (Bild: Ruedi Wechsler, Wolfenschiessen, 3. Oktober 2019)

Die Geehrten werden in einer Kutsche durchs Dorf gefahren. Im Vordergrund die Schützinnen Marina Schnider (links) und Nina Christen. (Bild: Ruedi Wechsler, Wolfenschiessen, 3. Oktober 2019)

Grosser Medaillensegen an der Seilzieh Welt- und Europameisterschaft in Castlebar (Irland) sowie an der Schützen Europameisterschaft in Bologna für die Gemeinde Wolfenschiessen. 8 Gold- 1 Silber- und 3 Bronzemedaillen präsentierten die Athleten nach dem Einzug am Donnerstagabend in der Aula Zelgli. Angeführt wurde der Umzug von den Trichlern, verschiedenen Folkloregruppen und Schützendelegationen.

Gemeindepräsident Wendel Odermatt zeigte sich überwältigt und sorgte für einen Lacher mit der Aussage, die Oberrickenbach-Mafia hätte wieder mal zugeschlagen, stammen doch fast die Hälfte der 11 Europa- und Weltmeister aus Oberrickenbach.

«Noch nie so ein Team erlebt»

Für Chef-Trainer des Seilziehclubs Stans Oberdorf, Bruno Vogler, kam der Erfolg der neu zusammengesetzten Mannschaft überraschend, auch wenn sie Meisterschaft und Cup gewonnen habe. Bei der Fragerunde mit Wendel Odermatt sagte Vogler mit belegter Stimme: «Ich habe während meiner Karriere, die 1983 begann, sei es als Aktiver oder als Trainer, noch nie ein Team erlebt, das technisch so gut gezogen hat.» Er wünsche sich, dass künftig weltweit Politiker genauso am gleichen Strick ziehen.

Petra Käslin freut sich sehr über den Grosserfolg. «Da das Team praktisch nur aus Einheimischen besteht, hat es uns extrem zusammengeschweisst», ergänzt sie. Das nächste sportliche Ziel sei 2020 die Seilzieh-WM im Baskenland.

U-23 Weltmeister Kai Burch kam durch seinen Vater zum Seilziehen. Für ihn war der Steigerungslauf am Turnier das Eindrücklichste. Dazu Kai: «Nach dem harzigen Start mit zwei Unentschieden konnten wir die nächsten 14 Begegnungen in der Qualifikation, und dann den Halbfinal und den Final gewinnen.

Nina Christen, Europameisterin im Dreistellungswettkampf 50m, reiste nach einer langen und anstrengenden Saison, wo vor allem die Olympiaqualifikation für Tokio im Vordergrund stand, mit eher bescheidenen Erwartungen an die EM. «Ich wusste, dass ich eine Medaille gewinnen kann, stand aber nicht unter Druck», sagte die Profischützin. In der Qualifikation blieb Nina nur einen Punkt hinter dem Weltrekord. «Von den 120 Schüssen darf man sich maximal 20 Neuner erlauben», so ihre Erläuterung. Mitte Oktober fliegt die sympathische Wolfenschiesserin an die Militär-Weltspiele nach China. Fünf Monate im Jahr sei sie für den Schiesssport weltweit unterwegs. Ihre Lieblingsstadt ist Moskau, Wandern und Schwimmen zählen zu ihren liebsten Hobbys. Das grosse Ziel im nächsten Jahr sind die Olympischen Sommerspiele in Tokio.

Erste Goldmedaille im letzten Wettkampf

Marina Schnider, ebenfalls Schützin, gewann im Teamwettkampf über 300 Meter in Bologna Gold. Dazu meinte Marina: «Es ist die erste Goldmedaille für ein Schweizer Team und das freut mich riesig. Gleichzeitig war es mein letzter Wettkampf und aus diesem Grund ein ganz spezieller Moment.» Regierungsrat Res Schmid gratulierte im Namen der Regierung allen Athleten. Es erfülle ihn mit grossem Stolz, dass der kleine Kanton so viele erfolgreiche Sportler auszeichnen dürfe.

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