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WOLFENSCHIESSEN: Garanten für eine bewegende Fasnacht

Für Eugen I. und Ursula Dornbierer hat sich mit der Ernennung zum Frohsinnpaar eine neue Welt geöffnet. Ihre Vorfreude auf die Fasnacht ist gross.
Richard Greuter
Ein erhabener Moment für Eugen und Ursula Dornbierer: An der Inthronisation erhielt der Frohsinnvater die fasnächtlichen Insignien. (Bild Richard Greuter)

Ein erhabener Moment für Eugen und Ursula Dornbierer: An der Inthronisation erhielt der Frohsinnvater die fasnächtlichen Insignien. (Bild Richard Greuter)

Richard Greuter

Ein Fremdwort war die Fasnacht für Eugen und Ursula Dornbierer, die seit rund zwanzig Jahren in Wolfenschiessen in einer gemütlichen Wohnung leben, zwar nicht. Aber früher lebte das Ehepaar, das zwei Kinder grossgezogen hat, aus beruflichen Gründen an verschiedenen Orten in der Schweiz. Deshalb ging die Fasnacht mehr oder weniger an ihnen vorbei.

Viele Gratulationen erhalten

Das hat sich nun schlagartig geändert. Mit der Inthronisation zum Stanser Frohsinnpaar stehen Eugen und Ursula Dornbierer plötzlich im Mittelpunkt der Fasnacht. Verändert hat sich auch die Wahrnehmung innerhalb der Bevölkerung. «Ich erhielt zahlreiche Gratulationen. Viele finden es schön, dass ich Frohsinnmutter bin», berichtet Ursula Dornbierer.

Angefragt wurden sie von einem Vertreter der Frohsinn-Ortsgruppe Wolfenschiessen. Für beide eine Überraschung. «Wir dachten, er sei wegen eines anderen Anliegens hier, bis er dann die Katze aus dem Sack liess», erzählt Eugen I. gegenüber unserer Zeitung. «Aber wir dachten, das ist eine gute Sache, und sagten zu», ergänzt seine Frau. Und nun freuen sich beide auf die Fasnacht und die zahlreichen Anlässe, an denen sie die Frohsinngesellschaft Stans repräsentieren dürfen. «Wir hoffen», so das Frohsinnpaar, «dass sich Jung und Alt, aber auch Leute verschiedener Herkunft treffen und an der Fasnacht wohl fühlen.»

Vom Sport in die Politik

Wer glaubt, die vielen Fasnachtstermine seien für den 72-jährigen Fasnachtsherrscher und seine ein Jahr jüngere Frau bald einmal zu viel, wird eines Besseren belehrt. Der Sport hat das Ehepaar vor mehr als 45 Jahren zusammengeführt und sie erstaunlich jung erhalten. Im vergangenen Jahr hat Eugen Dornbierer mit seinem Rennvelo sämtliche Alpenpässe der Schweiz überquert und alles in einem Fotobuch dokumentiert. Seit 40 Jahren geben die beiden Sportpädagogen in Gstaad, der Heimat von Ursula, regelmässig Skiunterricht. Seine körperliche und geistige Fitness haben auch die Wolfenschiesser erkannt und ihn vor einem Jahr in den Gemeinderat gewählt. Dort betreut Eugen Dornbierer die Ressorts Wasserversorgung, Abwasser- und Abfallentsorgung. Nicht ganz ohne Stolz sagte er an der Inthronisation: «Ich freue mich, dass ich ein Teil von Wolfenschiessen bin.»

Das vom Frohsinnvater gewählte Fasnachtsmotto lautet «Bewegen». Eugen I. präzisiert: «Ich bewege mich, ich werde bewegt, und ich bin bewegt. Wir erkennen im Wort ‹Bewegen› zusätzlich die Fähigkeit, Emotionen erleben zu können.»

Als Trainer an der Olympiade 1972

Seit Kindsbeinen steht Ursula Dornbierer auf den Ski, es erstaunte nicht, das sie später Sportlehrerin wurde. Ihr Ehemann, der in Oberwil im Kanton Zug aufgewachsene Kunstturner, bildete sich auf dem zweiten Bildungsweg zum Fachlehrer Sport aus und erlangte im Rahmen einer weiteren Ausbildung das Diplom zum Swiss-Olympic-Trainer. In dieser Funktion nahm er 1972, mit der damals besten Schweizer Hochspringerin Trix Rechner, an den Olympischen Spielen in München teil.

Beruf führte sie nach Nidwalden

Seine berufliche Karriere führte Eugen Dornbierer als Fachlehrer Sport an die Eidgenössische Fachhochschule Sport nach Magglingen. Später wurde er Leiter des Jugendsportzentrums Tenero und danach Chef Jugend und Sport im Kanton St. Gallen. Dort wuchsen die beiden Kinder Gabriela und Markus auf, die heute noch in der Ostschweiz leben. Die Berufung zum technischen Direktor des Schweizerischen Volleyballverbandes führte das Paar in den Kanton Nidwalden.

Ursula Dornbierer erteilte sowohl in St. Gallen und nach dem Wohnortswechsel in die Innerschweiz – auch in Alpnach Sportunterricht. Die letzte Etappe ihrer beruflichen Karriere führte sie nach Engelberg, wo sie als selbstständige Therapeutin, Spezialgebiet «Dorn-Breuss-Therapie», viele Menschen von Rückenschmerzen befreite.

Inzwischen sind beide pensioniert. Eugen I. bäckt seit einigen Jahren gerne Lebkuchen oder kocht für Verwandte auch mal ein feines Risotto. «Für mich ist das Backen von Lebkuchen ein Genuss», meint Eugen I. Zuerst geniessen die beiden jetzt aber etwas anderes die Fasnacht, die am Schmutzigen Donnerstag so richtig Fahrt aufnimmt.

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