WOLFENSCHIESSEN: Gerlibach-Drama: Ganzheitliche Untersuchung

Vier Wochen nach dem Gerlibach-Drama dränge sich ein fürchterlicher Verdacht auf, wie der «SonntagsBlick» schreibt: Fehlte der Elfjährigen die Kraft, sich gegen den tosenden Bach zu wehren?

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Der Unglücksort beim Gerlibach. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Der Unglücksort beim Gerlibach. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Die Zeitung hatte den Verdacht geäussert, die Mutter aus Wolfenschiessen habe ihre Tochter mangels Geld gar nicht richtig ernähren können. Und spekuliert weiter: Konnte das elfjährige Mädchen den Kinderwagen mit dem Säugling nicht halten, weil sie 24 Stunden nichts in den Magen bekommen hatte? Denn scheinbar sagt genau das die Vierjährige, die als Einzige das Unglück überlebt hat. Und dies womöglich auch nur, weil sie sich gemäss eigener Aussage geweigert hatte, den Übergang beim Gerlibach ohne Schwimmflügel zu überqueren und die Elfjährige deshalb vorausgegangen sei.

Man habe schon in den ersten Befragungen zum Kinderdrama vom Gerlibach auch die Absprachen zwischen den beiden Elternpaaren, Geldfragen und Ähnliches thematisiert, sagte am Sonntag Alexandre Vonwil vom Verhöramt Nidwalden, angesprochen auf einen Artikel im «SonntagsBlick». Noch diese Woche wolle er die Beteiligten dazu erneut befragten.

Die Zeitung berichtet auch, die Mutter sei inzwischen aus der psychiatrischen Klinik, in der sie betreut wurde, entlassen worden. Vonwil konnte diese Information gestern nicht bestätigen. Er kenne wegen Abwesenheiten in den letzten Tagen den aktuellsten Stand in dieser Frage nicht.

mvr/scd