Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

WOLFENSCHIESSEN: Gleitschirm-Pilot hängt stundenlang in Transportseil

Am Dienstag ist ein Gleitschirm-Pilot mit seinem Schirm in einem Heuseil hängen geblieben. Die Rettungsaktion dauerte mehrere Stunden.
Der Rettungsspezialist Helikopter erreicht den Verunglückten. (Bild: Rega)

Der Rettungsspezialist Helikopter erreicht den Verunglückten. (Bild: Rega)

Beim Landeanflug hat sich am Dienstag gegen 11.30 Uhr ein 76-jähriger Pilot mit seinem Gleitschirm im Seil einer Transportbahn - rund 80 Meter über dem Boden - verfangen. Der Unfall passierte im Fluggebiet Büelen in Wolfenschiessen, mehrere Hundert Meter von der Tal- oder Bergstation entfernt.

Bei seiner Rettung war Geduld angesagt: Mehrere Stunden musste der Pilot hoch oben in dem Transportseil hängend ausharren. Die Rettung musste über die beiden Kabel erfolgen, an denen der Schirm hing. Die Einsatzzentrale der Rega bot dazu zwei Rettungsspezialisten Helikopter auf und mehrere Bergretter des Schweizer Alpen-Club SAC, die zur Bergstation der Seilbahn gebracht wurden.

Die Rega-Crew positionierte sich so, dass sie den Rettern jederzeit über Funk genaue Anweisungen zur Lage des Gleitschirms und des Piloten geben konnte. Um Schwingungen des Kabels zu vermeiden, wurde zuerst ein Funkgerät und eine Sicherungsmöglichkeit zum Gleitschirmpiloten heruntergelassen. Danach seilte sich ein Retter mehr als 500 Meter am Seilbahnkabel entlang zum Verunfallten ab, um ihn vom Schirm zu befreien und an eine Rettungswinde der Bergretter-Kollegen zu befestigen. Damit zogen sie den Piloten zusammen mit dem Retter am Seilbahnkabel entlang zur Bergstation hoch.

Gemäss Mitteilung der Kantonspolizei konnte die sehr schwierige Rettung erst am frühen Abend abgeschlossen werden. Der Gleitschirmpilot blieb unverletzt. Zur Bergung wurde die Rega, Alpine Rettung Schweiz (ARS) sowie ein weiteres Transportunternehmen mit einem Helikopter beigezogen. Insgesamt waren 2 Helikopter, 6 Personen der ARS und die Polizei im Einsatz.

Eine Rettung direkt mit einer Winde sei nicht möglich gewesen, teilt die Rega mit. In dieser heiklen Situation hätte der Abwind des Helikopters für den in den Kabeln hängenden Gleitschirmpiloten ein zusätzliches Absturzrisiko dargestellt.

pd/nop/rem

... und wird wenig später evakuiert. (Bild: Rega)

... und wird wenig später evakuiert. (Bild: Rega)

In dieser Position musste der Gleitschirm-Pilot mehrere Stunden ausharren. (Bild: Kapo Nidwalden)

In dieser Position musste der Gleitschirm-Pilot mehrere Stunden ausharren. (Bild: Kapo Nidwalden)

Die Einsatzkräfte bei der Rettungsaktion. (Bild: Kapo Nidwalden)

Die Einsatzkräfte bei der Rettungsaktion. (Bild: Kapo Nidwalden)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.