WOLFENSCHIESSEN: Grossangelegte Suchaktion verlief ergebnislos

Am Freitag wurde am späteren Nachmittag erneut eine grossangelegte Suchaktion in der Engelberger Aa durchgeführt. Eigens dazu wurde der Pegelstand gesenkt.

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Einer der Leichspürhunde versucht auf dem See Witterung aufzunehmen. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Einer der Leichspürhunde versucht auf dem See Witterung aufzunehmen. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Das Elektrizitätswerk Nidwalden konnte den Pegelstand für zirka zwei Stunden um einen halben Meter abgesenken, wie die Kantonspolizei Nidwalden mitteilt. Um diese optimalen Suchbedingungen effizient zu nützen, wurde die Engelberger Aa in zehn Sektoren unterteilt. In jedem Sektor standen Einsatzkräfte der Polizei, Feuerwehr, SAC Rettungskolonne und der Tauchsportgruppe Poseidon Luzern im Einsatz. Insgesamt nahmen an der grossangelegten Suchaktion über 120 Personen teil.

Hunde auf Booten
Bereits am Morgen stand nochmals die Leichenspürhundestaffel im Einsatz. Ihr Suchgebiet wurde auf den Vierwaldstättersee ausgedehnt. Beide Suchaktionen nach den vermissten Kindern blieben ergebnislos.

In der Engelberger Aa konnten einzelne Gegenstände wie Kleidungsstücke oder Schuhe sichergestellt werden. Allerdings ist noch offen, ob diese Gegenstände in Verbindung mit den gesuchten Kindern gebracht werden können.

Letzte grosse Suche
Ziel sei es gewesen, das Menschenmögliche zu machen, sagte Stefan Stadelmann, stellvertretender Leiter Kommandodienste. Es habe sich vorerst um die letzte Suche in diesem Umfang gehandelt. Fortan soll die Oberfläche des Vierwaldstättersees jeweils am Vormittag und am Nachmittag für rund eine Stunde abgesucht werden. Für den kommenden Sonntag ist zudem der Einsatz einer Unterwasserkamera geplant. Dieser hängt allerdings von den Bedingungen ab.

Die beiden Kinder werden seit dem Abend des 17. Juli vermisst. Sie wurden vermutlich vom hochgehenden Gerlibach bei Wolfenschiessen mitgerissen, kurz bevor dieser in die Engelberger Aa mündet.

scd/ap