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WOLFENSCHIESSEN: Grosse Pläne fürs Zälgli-Schulhaus

In die Jahre gekommen: Der Schulrat will das Oberstufenschulhaus sanieren und erweitern. Das hat allerdings seinen Preis.
Das Zälgli-Schulhaus in Wolfenschiessen ist nicht mehr in «Bestform». Gar etwas verzerrt zeigt es sich in diesem Verkehrsspiegel. (Bild: Markus von Rotz / Neue NZ)

Das Zälgli-Schulhaus in Wolfenschiessen ist nicht mehr in «Bestform». Gar etwas verzerrt zeigt es sich in diesem Verkehrsspiegel. (Bild: Markus von Rotz / Neue NZ)

Über zwei wegweisende Geschäfte können die Wolfenschiesser am 20. November an der Schulgemeindeversammlung abstimmen. In beiden Fällen gehts ums Oberstufenschulhaus Zälgli. Dieses soll für rund 4 Millionen Franken saniert und erweitert werden. «Das über 40-jährige Gebäude ist in einem sehr schlechten Zustand, es wurde seither fast nichts gemacht», begründet Schulpräsidentin Corinne Businger.
Die Mängelliste ist lang: Die Rede ist von einem Dach, das schon länger nur notdürftig repariert wurde, von Fensterfronten, die aus Zweifach- und teilweise gar nur aus Einfachverglasungen bestehen.

Auch hat die Gebäudehülle keine oder nur eine geringe Dämmung, mit der Folge, dass die Heizkosten überdurchschnittlich hoch sind, wie es in der Botschaft heisst. Weiter würden die Vorschriften für die Erdbebensicherheit und das behindertengerechte Bauen nicht erfüllt. Das Projekt sieht unter anderem vor, das Flachdach zu sanieren und abzudichten, die gesamte Fassade mit einer Aussenisolation zu dämmen und sämtliche Fenster zu ersetzen.

Schulhaus ist zu klein geworden

Die schlechte Bausubstanz ist nicht das einzige Problem. «Wir brauchen mehr Platz, einerseits wegen gestiegener Schülerzahlen, andererseits sind Gruppenräume zur optimalen Umsetzung der vorhandenen Unterrichtskonzepte gefragt», erläutert Corinne Businger. Zurzeit beherbergt das Schulhaus sieben Klassen, je zwei der 1. und 2. und drei der 3. Orientierungsstufe. Auf das Schuljahr 2017/18 müsse mit einer zusätzlichen Klasse und auf längere Sicht wahrscheinlich mit insgesamt neun Orientierungsschulklassen gerechnet werden. Darum wird das Schulhaus auf der Nordseite erweitert – um je zwei Schulzimmer pro Stock. Zudem wird Platz für Gruppenarbeiten geschaffen. Ebenfalls werden gewisse Schulzimmer umgenutzt.

Künftige Steuererhöhung nötig

Das Projekt mit dem Namen «Vergissmeinnicht» setzte sich gegen drei andere Vorschläge durch. Die Kosten von rund 4 Millionen Franken erachtet die Schulpräsidentin als verkraftbar, zumal gegenüber einer ersten Version auf den Bau eines zusätzlichen Stockwerkes verzichtet wurde, um so Kosten zu sparen. Sie verhehlt aber nicht, dass man längerfristig mit einer Steuererhöhung von bis zu 0,2 Steuereinheiten rechnen muss.
Sagen die Wolfenschiesser Ja, soll im Frühling/Sommer 2016 mit dem Umbau gestartet und die neuen Räume im Sommer 2017 in Betrieb genommen werden. Der Schulbetrieb wird während der gesamten Bauzeit aufrechterhalten.

In einem separaten Geschäft geht es um die Sanierung der bestehenden Schulzimmer und die sanitären Anlagen, was die Planungskommission als sinnvoll, aber nicht als zwingend betrachtet. Kostenpunkt: 490'000 Franken.

Die Schulgemeinde budgetiert für nächstes Jahr ein Plus von 65 300 Franken. Einen Ausgabenüberschuss über 1,9 Millionen Franken gibts voraussichtlich bei der Investitionsrechnung. Ins Gewicht fallen unter anderem der Ersatz von Arbeitsstationen im Informatikzimmer der Primarschule, die neue Akustikdecke im Mittagstischlokal oder der Finanzausgleich, der tiefer als erwartet ausfällt, wie der Schulrat in der Botschaft schreibt. Der Steuerfuss bleibt bei 2,45 Einheiten.

Wolfenschiessen braucht auch ein neues Feuerwehrauto: An der Gemeindeversammlung vom 20. November können die Wolfenschiesser über einen entsprechenden Kredit von 120 000 Franken abstimmen für ein neues Allzweckfahrzeug. Es soll seinen über 25-jährigen Vorgänger ersetzen, den Mitsubishi Pajero, der seine Lebensdauer überschritten hat, wie es in der Botschaft heisst. Die Mängelliste bei der Vorführung werde immer länger und die Reparaturen umso teurer.

Zudem entspreche die Sicherheit für die Fahrzeuginsassen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Beschafft werden soll ein Fahrzeug mit einer Doppelkabine mit vier Türen und mindestens sechs Sitzplätzen. Sagt die Gemeindeversammlung Ja zum Geschäft, wird das Fahrzeug ausgeschrieben. Im nächsten Jahr soll es dann der Feuerwehr übergeben werden.

Wolfenschiessen budgetiert für das nächste Jahr einen Ertragsüberschuss von 14'200 Franken, das Budget der Investitionsrechnung weist einen Ausgabenüberschuss von einer Million Franken aus. Der Steuerfuss soll bei 0,55 Einheiten belassen werden.

Kirchgemeinde mit Minus

Die Katholische Kirchgemeinde rechnet für 2016 mit einem Aufwandüberschuss von 48 900 Franken. Erwähnt werden Mehrkosten, die sich durch den Umbau und die Sanierung des Pfarrhelferhauses ergeben, wegen Reinigungs- und Unterhaltskosten im Strom, Wasser- und Abwasserbereich. Zusätzliche Erträge ergeben sich im Gegenzug aus der Vermietung des alten Pfarrhelferhauses. Beim Steuerfuss ändert sich nichts, er bleibt bei 0,5 Einheiten.

Die Kapellgemeinde Oberrickenbach weist einen Aufwandüberschuss von 5400 Franken aus, der Steuerfuss bleibt bei 0,5 Einheiten.

Hinweis:
Die Gemeindeversammlungen: Freitag, 20. November, 20 Uhr in der Aula Zälgli. Kapellgemeinde Oberrickenbach, 21. November, 20.15 Uhr, Turnlokal Oberrickenbach.


Matthias Piazza

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