Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

WOLFENSCHIESSEN: Im Gemeindehaus ist der Teufel los

Gelungene Premiere für die Komödie «Love and Peace i d’r Gmeinds­verwautig». Das Stück bietet genüssliche Unterhaltung.
Hippie Tamara Bloomberg (Ruth Scheuber) bringt Gemeindepräsident Bernhard Moser (links, Thomas Niederberger) in Verlegenheit. (Bild: Richard Greuter (Wolfenschiessen, 22. April 2017))

Hippie Tamara Bloomberg (Ruth Scheuber) bringt Gemeindepräsident Bernhard Moser (links, Thomas Niederberger) in Verlegenheit. (Bild: Richard Greuter (Wolfenschiessen, 22. April 2017))

In der Komödie «Love and Peace i d’r Gmeindsverwautig» von Andreas Wening geht es drunter und drüber, zwölf Theaterspieler sorgen für ein ordentliches Durcheinander. Sieben davon stehen in Wolfenschiessen zum ersten Mal auf der Bühne. Der Dreiakter spielt – wie der Titel bereits verrät – in einer Gemeindekanzlei, das Bühnenbild von Bernhard Christen passt wunderbar dazu.

Regisseurin Tanya Bussmann hat das Stück ins Nidwaldnerische umgeschrieben. Für sie ein wichtiger Punkt: «Jeder Schauspieler spricht einwandfreien Dialekt.» Ein gelungenes Wagnis ist das Intro: Ein auf dem Handy drückender Jüngling läuft vor dem Publikum durch und stolpert prompt über die Bühnentreppe. Danach unterhält er sich belanglos mit zwei Kolleginnen und begrüsst so nebenbei die Gäste. Ein erster Applaus folgt. Von Beginn weg zieht die Komödie die Zuschauer in ihren Bann. Tolle Szenen, faustdicke Lügen, wortwitzige Pointen und zahlreiche Gags kommen beim Premierenpublikum gut an und sorgen immer wieder für Szenenapplaus. Die Zuschauer erleben einen kurzweiligen Theaterabend voller Unterhaltung.

Zickiger Emanze ist jedes Mittel recht

Gerade in Arbeit versinkt Gemeindesekretärin Frida Steiner (Trix Odermatt) nicht. Anders Marcel Meissner (Thomas Zumbühl): Wahlen stehen bevor, und als Wahlhelfer des termingeplagten Gemeindepräsidenten Bernhard Moser (Thomas Niederberger) fühlt er sich besonders wichtig. Nicht zur Freude der Sekretärin. Die beiden liefern sich harte Wortgefechte. Plötzlich erscheint Heidi Storchenegger-Gantenbein (Nadine Zumstein), eine zickige Emanze, die das männliche Patriarchat am liebsten ausrotten möchte. Sie legt sich mit Gemeinderat Fredy Ritter (Adrian Bünter) an und sieht sich schon als neue Gemeindepräsidentin. Dafür ist ihr jedes Mittel recht.

Journalist Tim Berlinger (Alois Niederberger) wittert eine tolle Geschichte, wird dann aber selber hinters Licht geführt. Als dann die Hippie-Dame Tamara Bloomberg (Ruth Scheuber), ein alterndes Fossil aus der Flower-Power-Zeit, erscheint, ist das Chaos unumgänglich. Flippig stürmt sie die Gemeindekanzlei, brüstet sich mit ihren Idealen und bringt Gemeindepräsident Moser, den sie aus der Studienzeit kennt, mit einer Überraschung in arge Bedrängnis. Die Ereignisse überstürzen sich, und plötzlich haben die Wörter «Love» und «Peace» eine erstaunlich wichtige Bedeutung.

Richard Greuter

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

Hinweis

Fünf weitere Aufführungen bis 6. Mai. Platzreservationen unter www.theater-wolfenschiessen.ch oder Tel. 079 531 78 68 (Dienstag 18 bis 19 Uhr).

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.