WOLFENSCHIESSEN: Nun führen alle Schulwege ins «Zälgli»

Für die Schüler von Altzellen und Oberrickenbach begann gestern nicht nur ein neues Schuljahr, sondern auch eine neue Schulhaus-Ära.

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Die Drittklässlerin Michaela Hess vom Wolfenschiesser Ortsteil Altzellen wartet auf den Schulbus. Im Hintergrund links das alte Schulhaus Altzellen. (Bild Geri Wyss/Neue NZ)

Die Drittklässlerin Michaela Hess vom Wolfenschiesser Ortsteil Altzellen wartet auf den Schulbus. Im Hintergrund links das alte Schulhaus Altzellen. (Bild Geri Wyss/Neue NZ)

Gut gelaunt und fröhlich wartet Michaela Hess mit ihren Gschpänli in Altzellen auf den Schulbus. Sie freuen sich auf ihren ersten Tag nach den Sommerferien. Doch für die Kinder aus Altzellen und Oberrickenbach beginnt nicht nur ein neues Jahr, auch ihr Weg ist neu und länger.

Gestern drückten sie das erste Mal im Wolfenschiesser Zälgli-Schulhaus die Schulbank. Das Altzeller Schulhaus wurde wegen sinkender Bestände geschlossen. Ausserdem hätten Sanierungen angestanden. 23 Erst- bis Fünftklässler waren im letzten Schuljahr dort untergebracht.

Kinder essen mittags in der Schule
Der Drittklässlerin Michaela Hess macht der längere Schulweg nichts aus: «Ich kenne schon andere Kinder, die in Wolfenschiessen in die Schule gehen.» Früher aufstehen müsse sie dank des Schulbusses auch nicht. Ihre Mutter Silvia Hess bedauert die Schulhausschliessung ein bisschen, weil damit das Gemeinschaftsgefühl etwas verloren gehe. Ausserdem findet sie schade, dass Michaela am Mittag nicht mehr nach Hause kommen kann. Sie wird mit den anderen Kindern, die auch einen weiten Schulweg haben, in der Schule essen.

Neben Michaela haben noch weitere Schüler ins «Zälgli» gewechselt. Das Zälgli-Schulhaus beherbergt nun 360 Kinder, vom Kindergarten bis zur Oberstufe. 49 Kinder kommen aus Altzellen, 36 aus Oberrickenbach. Ausserdem wurden auch weitere Kindergarten- und Primarklassen aus Wolfenschiessen zentral ins «Zälgli» genommen. Möglich machen dies die beiden neuen Trakte, wo die Primarschule sowie Turnhalle und Aula untergebracht sind.

Mischklassen statt Jahrgangsklassen
Im neuen Schulhaus gibt es keine Jahrgangsklassen mehr, sondern Mischklassen. Die 1./2. Klassen, 3./4. Klassen und 5./6. Klassen werden gemeinsam geführt. Ein Modell, das von den Aussenschulen übernommen wurde. Damit habe man positive Erfahrungen gemacht, auch pädagogisch. Er sei sich bewusst, dass das System für einige Lehrer, Eltern und Schüler noch gewöhnungsbedürftig sei. «Untersuchungen haben aber gezeigt, dass die Kinder punkto Leistung nicht benachteiligt werden», so Schulleiter David Schmid. In den Fremdsprachen und gewissen Fächern werden die Klassen aber teilweise separat geführt.

Matthias Piazza

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Nidwaldner Zeitung.