Wolfenschiessen

Samichlaus lässt sich von über 100 Kindern besuchen

Auf dem «Spukschlössli» gab der Wolfenschiesser Chlaus eine Audienz – und empfing viele lobenswerte Kinder.

Richard Greuter
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Der Samichlaus las den Kindern die Leviten – lobte sie aber auch reichlich.

Der Samichlaus las den Kindern die Leviten – lobte sie aber auch reichlich.

Bild: Richard Greuter (Wolfenschiessen, 28. November 2020)

Der Samichlaus aus Wolfenschiessen hat dem «Spukschlössli» oberhalb des Waldgruppenspielplatzes einen Besuch abgestattet. Dort empfing er am Wochenende mit seinem Gefolge 42 Familien mit 103 Kindern. Da dem Samichlaus in diesem Jahr Hausbesuche aus bekannten Gründen verwehrt sind, machten die Wolfenschiesser Organisatoren aus der Not eine Tugend und liessen sich etwas Besonderes einfallen. Sie drehten die Geschichte vom Samichlaus einfach um. Die Familien mit ihren Kindern besuchten gestaffelt den Chlaus im Wald – und nicht umgekehrt. In den rund 70 Jahren, in denen der Kolping-Verein Wolfenschiessen die jährlichen Samichlausbesuche organisiert, kam es wohl noch nie zu einem solchen Vorgehen.

Bei den Familien kam das Konzept jedoch gut an. Yannick und Jessica Christen, die mit Zoe und Diego beim Samichlaus waren, lobten die Idee. «Es war sehr schön, vor allem, weil es draussen ist», sagte Jessica Christen. «Ich hoffe, sie machen es nächstes Jahr wieder», wünschte Irene Portmann, Ehefrau von OK-Mitglied Andreas Portmann. Und so, wie es scheint, stehen die Chancen dafür gut. OK-Chef Thomas Gabriel, der mit seinem Zwillingsbruder Reto, Andreas Portmann und Markus Christen in die Rolle des Samichlaus schlüpft, sagte: «Eventuell machen wir das im nächsten Jahr als Ergänzung zu unseren Hausbesuchen.»

Zoe darf ihren Nuggi vorerst behalten

Nacheinander besuchten die Familien mit ihren Kindern mit bestmöglicher Sicherheit den Samichlaus. Mit ruhiger und liebevoller Stimme empfing er seine Besucher und sprach dann mit den Kleinen. Dabei lobte er zum Beispiel den Einsatz der dreijährigen Zoe, die ihrer Mutter beim Ein- und Ausräumen des Geschirrspülers hilft und zudem gerne mit andern Kindern teilt. Als er dann aber meinte, dass es langsam Zeit sei, sich vom Nuggi zu verabschieden, meinte Zoe: «Aber er ist so fein.» Dem Chlaus blieb nichts anders übrig, als der Dreijährigen eine Gnadenfrist von einem weiteren Jahr zu gewähren. Bei ihrem Bruder Diego wünschte sich der bärtige Mann, dass er ihre Schwester nicht an den Haaren ziehen soll.

Später nahm er Noée (6) und Yann (4), die Kinder der OK-Mitglieder Andreas und Irene Portmann, ins Gebet. «Dass Ihr so liebe und anständige Kinder seid, ist Gold wert», lobte der Samichlaus, fragte dann aber, warum sie ihre Zähne nicht gerne putzen. Mit etwas Lob und etwas Tadel gab der Chlaus Ratschläge für die Zukunft.

Die sechsjährige Noée und der vierjährige Yann, begleitet von ihren Eltern Andreas und Irene Portmann, erhielten viel Lob aber auch Ratschläge vom Samichlaus.

Die sechsjährige Noée und der vierjährige Yann, begleitet von ihren Eltern Andreas und Irene Portmann, erhielten viel Lob aber auch Ratschläge vom Samichlaus.

Bild: Richard Greuter (Wolfenschiessen, 28. November 2020)