WOLFENSCHIESSEN: «Sie schrieb sich alles von der Seele»

2012 wurde bei Bernadette Niederberger ALS diagnostiziert. Sie konnte den Kampf gegen die Krankheit nicht gewinnen. Ihr berührendes Tagebuch ist nun als Buch erschienen.

Romano Cuonz
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Für Trix Zelger ist das Buch ihrer verstorbenen Freundin Bernadette Niederberger eine wichtige Erinnerung. (Bild Romano Cuonz)

Für Trix Zelger ist das Buch ihrer verstorbenen Freundin Bernadette Niederberger eine wichtige Erinnerung. (Bild Romano Cuonz)

«Für uns alle war es ein riesiger Schock, als feststand, dass die aufgestellte und gesellige Bernadette Niederberger aus Wolfenschiessen an ALS erkrankt ist», sagt Trix Zelger. Sie ist eine von vielen Freundinnen, welche Bernadette Niederberger in ihren letzten drei Lebensjahren begleitet haben. ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) ist eine äusserst seltene Krankheit und lässt sich zu Beginn nur schwer erkennen. Wer aber den Bescheid erhält, muss erkennen, dass er nur noch drei bis maximal fünf Jahre zu leben hat. Dies unter fortlaufend zunehmenden Einschränkungen und Schmerzen. Bernadette Niederberger war eben 61 geworden, als sie, am 20. September 2012, «nach weiteren zwei Stunden in der Röhre» im Bruderholz-Spital Basel Gewissheit erhielt.

Bei einer Besprechung nach der Diagnose ermunterte der Basler Neurologe die Nidwaldnerin, sie möge doch über ihre Krankheit Tagebuch führen. So etwas könne hilfreich sein. Aus diesen Notizen ist nun ein 160-seitiges, schön gestaltetes Buch entstanden ist, eine Erinnerung an Bernadette und ihren Willen, einen Weg zu finden, mit ALS fertig zu werden, das Unfassbare irgendwie zu akzeptieren.